Solidarität mit Äbtissin Mechthild Thürmer

Äbtissin Mechthild Thürmer. Foto: Erich Weiß
Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz

Kirchenasyl
 
Nochmals betonen die bayerischen Bischöfe ausdrücklich, dass sie hinter der Tradition des Kirchenasyls stehen. Es legt die besonderen humanitären Härten im Rahmen des europäischen Asylsystems offen, die uns gerade erst in Moria vor Augen geführt wurden. Das Kirchenasyl desavouiert nicht den Rechtsstaat, sondern hilft in Einzelfällen Menschen in extremen Notsituationen. Die einseitig vom Bundesamt für Migration im Jahr 2018 vorgenommene Verschärfung der Verfahrensanforderungen, die vor dem Bundesverwaltungsgericht keinen Bestand hatte, sollte zurückgenommen werden. Jedem Kirchenasyl geht stets reifliche Überlegung, Beratung und Gewissensbefragung voraus.
 
In diesem Sinne steht die Freisinger Bischofskonferenz hinter Mutter Mechthild, Äbtissin in der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten, die mehreren Frauen in besonderen Notlagen Kirchenasyl gewährt hat und gegen die in der Folge mehrere Strafverfahren eingeleitet wurden. Mutter Mechthild hat sich an alle Absprachen gehalten. Die Bischöfe sehen keinen Grund für eine Verurteilung.

Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Bamberg

Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Bamberg solidarisiert sich mit Äbtissin Sr. Mechthild Thürmer, indem er in Anlehnung an die Verlautbarung der bayerischen Bischöfe vom 1. Oktober 2020 in einer öffentlichen Erklärung klarstellt:

  • Dass es bei der Gewährung von Kirchenasyl nicht um die Missachtung des staatlichen Rechts geht, sondern allein um den Schutz von Menschen vor akuten und lebensbedrohenden Gefahren.
  • Dass der Diözesanrat das Engagement für den Schutz bedrohter Menschen vor Gefahren als zentralen Bestandteil praktizierter Nächstenliebe betrachtet.
  • Dass die Berufung auf das eigene Gewissen bei der Gewährung von Kirchenasyl dem ureigenen Selbstverständnis der Kirchen als Nachfolgegemeinschaft Jesu entspricht und darum Akzeptanz braucht.

Und diese Erklärung dem deutschen und dem bayerischen Innenminister jeweils zukommen lässt mit der Bitte, sich dafür einzusetzen, dass das deutsche Asylrecht dahingehend verändert wird, dass in Zukunft Kirchenasyl nicht mehr notwendig ist.

Für den Vorstand:
Dr. Günter Heß
Astrid Schubert
Oskar Klinga

Den eigenen Kirchturm neu entdecken

KEB – Kath. Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg

Wer sich mit seinen Ängsten angesichts der Krise wirklich auseinandersetzt, kann neue Perspektiven gewinnen und im Glaube an die Zukunft Hoffnung finden. Gerade in Zeiten von Corona lohnt sich daher auch ein neuer Blick auf die eigene Kirche. Gelegenheit dazu bietet der Filmwettbewerb Kirchenstorys. „Kirchtürme prägen unsere Ortsbilder“, sagt Christian Kainzbauer-Wütig, der pädagogische Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung. „Aber wie viel wissen wir eigentlich über unsere Pfarrkirche? Da gibt es sicher viel zu lernen und zu entdecken. Und das bringt jeden auch dem eigenen Glauben näher.“

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Ausstellung im Bamberger Dom zur Kirche in Nordostindien

Hopfenmüller-Ausstellung in der Domkrypta. Foto: Erich Weiß

Im Fokus: Lorenz Hopfenmüller – fränkischer Seelsorger und Wegbereiter der Mission in Nordostindien

„Kirche in Nordostindien – gestern und heute“ – Die aktuelle Ausstellung zum außerordentlichen Monat der Weltmission in der Krypta des Bamberger Doms beschreibt Geschichte und Gegenwart der Kirche in Nordostindien.

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Erzbischof Ludwig Schick: „Eine Gesellschaft ohne Gott ist ärmer“

Erzbischöfliches Ordinariat

Gottesdienst zur Vollversammlung des Diözesanrats

Bad Staffelstein. Vor dem Diözesanrat der Katholiken hat Erzbischof Ludwig Schick die Christen dazu aufgerufen, immer wieder Rechenschaft über ihr Gottesbild abzulegen. Bei der Frage nach einer Gesellschaft mit oder ohne Gott komme es sehr darauf an, welcher Gott gemeint sei oder wer zum Gott erhoben werde, sagte Schick am Samstag im Gottesdienst zur Frühjahrsvollversammlung des höchsten Laiengremiums in der Diözese in Vierzehnheiligen. Zugleich rief er zum Dialog untereinander und auch mit Anders- und Nichtgläubigen auf.

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Christus, dem König, unterworfen widerstanden sie aufrecht!

Erzbistum Bamberg verehrt drei weitere Märtyrer der NS-Diktatur

Zum Christkönigsfest hat Erzbischof Ludwig Schick im ganzen Erzbistum bekannt gegeben, dass ab dem neuen Kirchenjahr drei weitere Märtyrer aus der NS-Zeit als Selige verehrt werden. Teresio Olivelli, Odoardo Focherini und Josef Mayr-Nusser wurden in das Direktorium für die Gottesdienste im Erzbistum aufgenommen. Sie sind in der Zeit des Nationalsozialismus im Gebiet des Erzbistums als Märtyrer gestorben. Weiterlesen

„KulturTafel“ – Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

OB Andreas Starke bittet um Spenden statt Weihnachtsgeschenke

Kultur ist das Salz in der Suppe des Lebens. Wer nur eine kleine Rente zur Verfügung hat, Hartz-IV-Leistungen bekommt oder mit einem Teilzeitjob wenig verdient, hat meist kein Geld für Kultur übrig. Unter dem Motto „Jede Spende ein Erlebnis!“ bittet die Stadt Bamberg mit Blick auf die bevorstehende Weihnachtszeit darum, die Spendenaktion der „KulturTafel Bamberg“ zu unterstützen. „Damit wird Menschen, die sich Eintritte zu Veranstaltungen nicht leisten können, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht“, würdigt Oberbürgermeister Andreas Starke das Engagement der Ehrenamtsinitiative, deren Schirmherr er ist. Weiterlesen

Erzbischof Schick: „Kirche und Kommune gehören zusammen“

Predigt zum 900. Jubiläum der Marktgemeinde Buttenheim

Buttenheim. Die Kirchen stellen nach Ansicht von Erzbischof Ludwig Schick nicht nur den städtebaulichen, sondern auch den geistig-geistlichen Mittelpunkt der Kommunen in unserem Kulturbereich dar. „Kirche und Kommune gehören bei uns zusammen“, sagte Schick am Sonntag zum Kirchweihgottesdienst anlässlich des 900. Jubiläums der Gemeinde Buttenheim. Wenn vom Zentrum einer Dorf- oder Stadtgemeinschaft gesprochen werde, dann sei das auch im übertragenen Sinn das, was eine Menschengemeinschaft im Innern zusammenhalte und ihr Orientierung gebe. Weiterlesen

Erzbischof Schick: „Mariä Himmelfahrt ist Aufruf zur Heiligkeit“

Predigt auf dem Marienberg: „Die Kirche muss nach Heiligkeit streben“

Das Streben nach Heiligkeit gehört nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick zu den täglichen Herausforderungen jedes Christen. Heiligkeit bestehe darin, das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe in allen Bereichen und mit allen Kräften zu verwirklichen. „Wer Jesus Christus, sein Leben, seine Gebote und seine Verheißungen liebt und jedem Nächsten wohlwollend und hilfsbereit begegnet, wird heilig auf Erden und nach diesem Leben als Heilige und Heiliger in den Himmel aufgenommen werden“, sagte Schick am Mittwoch am Fest Aufnahme Marias in Himmel auf dem Marienberg in Dörrnwasserlos. „Das Streben nach Heiligkeit gehört zum Christensein unabdingbar dazu.“ Weiterlesen

Pfarrer von St. Martin in Bamberg suspendiert

Meldung des Erzbischöflichen Ordinariats

Schwere Verfehlungen gegen kirchliche Vorschriften

Erzbischof Ludwig Schick hat den Pfarrer von St. Martin in Bamberg aller kirchlichen Ämter enthoben und ihm die Ausübung aller priesterlichen Funktionen verboten. Er hat sich schwerer Verfehlungen gegen kirchliche Vorschriften schuldig gemacht, die das sechste Gebot und den priesterlichen Zölibat betreffen. Nach jetzigem Stand werden gegen ihn keine strafrechtlichen Vorwürfe erhoben. Der Pfarrer hat die Vorwürfe eingeräumt und zieht sich in ein Kloster zurück. Weitere Angaben werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht.

Über die weitere Administration in der Pfarrei wird kurzfristig entschieden. Die festgelegten Gottesdienste finden nach Möglichkeit wie geplant statt.

 

Erzbistum Bamberg richtet öffentliche Elektro-Ladesäule am Jakobsberg ein

Freistaat Bayern fördert Klimaschutz-Maßnahme

Klimaschutzmanager Leonhard Waldmüller mit einem der Elektrofahrzeuge des Ordinariats. (Foto: Hendrik Steffens)

Das Erzbischöfliche Ordinariat richtet am Bamberger Jakobsplatz eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge ein, die auch öffentlich nutzbar sein wird. Die bayerische Staatsregierung fördert die Maßnahme für den Klimaschutz mit 8004,27 Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid übergab Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am Montag an den Klimaschutzbeauftragten im Ordinariat, Leonhard Waldmüller. Weiterlesen