Der Schweiß der Hl. Kunigunde

»Ein verstärkendes Moment dieser Ideologie (die Ideologie der aufgeräumten Welt, durch den Horror vor Unordnung, herabfallendem Putz und leeren Fensterhöhlen) ist ein Hang zu einer Ästhetik des Bewährten, des Etablierten, des Verkäuflichen. Einer Ästhetik der Reliquien und Devotionalien des Kulturerbes.
Die Bilder von Erich Weiß sind die ironisch-gebrochene Darstellung dieser Ikonen, der Muster der affirmativen Kultur durch Entfremdung = Umfärbung. Sie werden so zu Schablonen. So wie auf einem Pop-Art-Bilderbogen die Mona Lisa verschieden eingefärbt wird. Ironie ist zugleich Distanz zu dieser Welt, die für den Künstler eine Gegen-Welt darstellt.«
Rudolf Sünkel

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