Von Sanaa nach Aden

Redaktion

Die Einblicke in die Reisetagebücher von Monika Schau eröffnen nicht nur eine beeindruckende Welt bisweilen ungeahnter, manchmal verwunschener Orte, meist beides. Ihre Beobachtungen aus dem Alltag sind weit entfernt von romantisierenden Darstellungen, vielmehr Erkenntnisse aus Abenteuer- und Entdeckerfahrten. Von Riyadh nach Sanaa – die Weiterreise durch die Landschaften in der Wüste durften wir sie gedanklich begleiten, in Vulkangestein, Urgestein: Landschaften in der Wüste lernten wir Saudi Arabien weiter kennen, wo sie mit ihrer Familie von 1988 bis 1993 lebte. Nun geht die Reise weiter bis in den Süden der arabischen Halbinsel.

Monika Schau (Text und Fotos)

Vor ungefähr 40 Jahren gab es in München eine große Jemen-Ausstellung. Die Menschenschlange vor dem Museum war lang, sehr lang. So kaufte ich mir wenigstens einen Ausstellungskatalog. Der half uns weiter, die richtigen Örtlichkeiten um Sanaa herum zu besichtigen.

Dar Al Hajar

Dar Al Hajar

Wir besuchten unter anderem dieses Haus am Felsen im Wadi Dhar. Davor war ein riesiger Feigenbaum, der wohl schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hatte, und immer noch Früchte trug.

Dann eines dieser Bergdörfer, die man durch die verwendeten Steine der Umgebung von der Ferne kaum erkennen kann. Die Häuser sitzen wie Adlernester auf einer Bergkuppe, sind zum Teil eng an die Felsen gebaut und waren dementsprechend schlecht einnehmbar.

Haus in den Bergen

Haus in den Bergen

Kinder 1 Kinder 2In den Bergdörfern beeindruckte uns vor allem die Kleidung der Mädchen

Dann fuhren wir weiter Richtung Aden. Im Januar 1990 verkündeten die Präsidenten von Nord- und Südjemen die Öffnung der gemeinsamen Grenze. Am 22. Mai schlossen sich dann die Arabische Republik Jemen und die Volksdemokratische Republik Jemen zur Republik Jemen zusammen. 1993 fanden die ersten freien Parlamentswahlen statt. Dies konnte jedoch einen Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südjemeniten nicht verhindern. Stammesquerelen gab und gibt es überall im Jemen. Gerne wurden auch Touristen kurz einmal gefangen genommen, um die Stammeskasse – sei es mit Geld, aber auch mit einigen Säcken Nahrungsmitteln – wieder aufzufrischen. Oder um Stammesangehörige, die inhaftiert worden waren, frei zu pressen.

Als wir das Ansinnen stellten, nach Marib im Osten des Jemens besuchen zu wollen, wurde es uns strikt untersagt, mit unserem Auto allein dorthin zu reisen. Es wäre nur als organisierte Tour gegangen, die durch genügend Geleitschutz begleitet worden wäre. Zu unsicher war die Gegend geworden, die sich im Reich der Königin von Saba befand und durch den Weihrauchhandel zu großer Blüte kam. Schon seit dem dritten Jahrtausend vor Chr. bestand eine befestigte Siedlung und im achten Jahrhundert vor Christus besaß Marib eine Akropolis mit Palästen und Tempel. Der Niedergang Maribs begann wie der aller an der Weihrauchstraße befindlichen Städte damit, dass die Ptolemäer (Alexander der Große) und die Römer den Seeweg durch das Rote Meer erschlossen. Damit umgingen sie die hohen Zölle und Abgaben, die sie auf dem Landweg entrichten mussten.

Taizz

Taizz

So fuhren wir weiter durch fruchtbare Täler nach Taizz, das immerhin ca. 500.000 Einwohner hat. Beeindruckend ist die Aschrafiyya Moschee, die anders als die saudi-arabischen Moscheen fast einen Einfluss des indischen Baustils hat und ganz in weiß getüncht ist. Auch befindet sich hier eine alte muslemische Madrasa. Eine Koranschule.

Aschrafiyya Moschee

Aschrafiyya Moschee

Wir übernachteten in Taizz in einem alten Palast, der zu einem Hotel umgebaut war. Hervorragend sind die noch gut erhaltenen alten Fenster, die nach alter Schule noch mit Bleiverglasung gearbeitet wurden.

Bleiverglasung

Bleiverglasung

Bleiverglasung

Bleiverglasung

Dann ging es weiter durch fruchtbare Täler. Hier konnte sich der Monsun abregnen.

Fruchtbare Täler

Fruchtbare Täler

Eingangstüre zu einem Badehaus

Eingangstüre zu einem Badehaus

Wassertank am Auto für Tee unterwegs

Wassertank am Auto für Tee unterwegs

 

Graffiti einmal auf Arabisch

Graffiti einmal auf Arabisch. Man beachte die Pepsiflasche

An der Grenzstation zum Südjemen angekommen, mussten wir wie immer unserer ‚travelletter‘ vorzeigen. Das war ein amtliches Schreiben, dass wir uns im Jemen überhaupt aufhalten durften. Überall waren solche Kontrollstationen. Aber die kannten wir ja schon aus Saudi Arabien. Nur hier an der Grenze war das ein wenig anders. Die Polizisten waren sehr freundlich und baten mich mit allen Pässen in die Grenzstation. Das war eine kleine Hütte, die ein großes Fenster hatte, mit Schreibtisch und Hochbett. Für arabische Länder typisch, denn so konnte der Wind darunter ungehindert zirkulieren. Ich durfte mich aufs Hochbett setzen. Eine besondere Ehre. Der Chef schaute sich unsere Pässe an und erzählte mir, dass unsere beiden Länder ja jetzt wieder vereint seien und wie schön das sei. Dann wurde er plötzlich ernst und meinte: Mit diesen Autos könnt ihr nicht über die Grenze fahren. Als ich fragte warum nicht, meinte er: die Autos seien in Ordnung, allein das saudi-arabische Nummernschild sei das Problem. Wir waren ratlos. Er aber wusste schon, was man tun konnte. Er schlug uns vor, die Autos (vollbepackt) an der Grenzstation zu lassen und er würde dann ein Taxi rufen. Nach längerer Beratschlagung willigten wir ein, nachdem er auch noch im Namen Allahs versicherte, dass die noch da wären, wenn wir am nächsten Tag wieder ankommen würden.

Taxi rufen ging dann folgendermaßen: Ein großer Peugeot familial kam gerade, um die Grenze zu passieren. Der Fahrer hatte zwei Passagiere, die nach Norden wollten. Die komplimentierte er mehr oder weniger aus dem Auto, sagte dem Taxifahrer wo wir hin wollten. Der Grenzpolizist handelte vorher noch mit ihm einen Preis aus und wir waren pro Familie mit einer kleinen Tasche ausgerüstet auch schon auf dem Weg nach Aden. Der Fahrer machte das Geschäft seines Lebens, zumal wir in US Dollars bezahlten. Er sprach ordentlich Englisch und wir baten um eine Stadtrundfahrt, die Fahrt zum Hotel, das ich vorher – per Telex!!! – gebucht hatte, und um die Rückfahrt.

Über die Bergkuppe hinweg fuhren wir Richtung Aden. Zuerst waren da noch fruchtbare Täler mit großen Mango- und Papayabäumen, dann aber nur noch trockenes Land.

Oldtimer in Aden noch englisch rechtsgelenkt aus der Kolonialzeit

Oldtimer in Aden noch englisch rechtsgelenkt aus der Kolonialzeit

Die strategische Bedeutung Adens machte Ende des 19. Jahrhunderts die Engländer gierig. Aden hat den einzigen Tiefseehafen und war an der südarabischen Küste der Ausgangspunkt für die Handelsbeziehungen nach Indien. England unterstellte die Stadt der Regierung in Bombay. Mit Eröffnung des Suezkanals stieg die Bedeutung der Stadt noch mehr als Flottenstützpunkt der Engländer am Eingang zum Roten Meer. Ab 1937 wurde die Stadt Kronkolonie des Britischen Empires. Mit dem Zusammenschluss Südjemens mit Nordjemen wurde die Kolonie von den Engländer übergeben. Aden verlor im Zuge des Sechstagekrieges zwischen Israel und Ägypten an Bedeutung, da in dieser Zeit der Suezkanal lange Zeit geschlossen war. Lange Zeit wurde gemunkelt, dass sich einige Mitglieder der RAF im Südjemen aufhielten. Ein gutes Versteck im sozialistischen Jemen.

Hafen in Aden

Hafen in Aden

Hotel in Aden

Hotel in Aden

Unser Hotel in Aden

Als wir in das Foyer des Hotels kamen, dachte ich, ich sei in einem Humphrey Bogart Film. Da war eine riesige Bar, was wir von Riyadh natürlich so nicht kannten. Wir belegten unsere Zimmer. Wasser gab es keines. Die Armaturen waren abgeschraubt und der einzige Wasserhahn mit Armatur ging nicht auf. In den Fenstern waren noch Einschüsse von Kugeln zu sehen. Dann gingen wir in die Bar. Der Barkeeper fragte im schönsten britischen Englisch was wir trinken wollen. Ich bestellte 6 Johnnie Walker Whisky, denn ich sah die Flasche. Er aber meinte, er habe nur vier und dachte, wir wollten 6 Flaschen. Als es ans Bezahlen ging fragte er, in welcher Währung wir denn zahlen wollen. Wir ließen es uns nicht nehmen, in Saudi Rial zu zahlen, denn das hatte für uns einen besonderen Reiz.

Ausblick vom Hotelfenster in Aden

Ausblick vom Hotelfenster in Aden

Am nächsten Tag stand unser Taxifahrer pünktlich vor dem Hotel zur Stadtrundfahrt. Zu sehen gab es außer einer Moschee nicht viel und dann fuhr er uns wieder Richtung Grenzstation Nordjemen. Jeder von uns wusste, was der andere dachte. Was machen wir, wenn die Autos nicht mehr da sind? Das war aber überhaupt kein Thema. Sie standen aufgereiht noch dort, wo und wie wir sie verlassen hatten. Der Offizier hatte Wort gehalten und wir waren mehr als froh.

Wir fuhren weiter Richtung Mokka. Das ist eine Hafenstadt am Roten Meer, die schon Anfang des 17. Jahrhunderts der wichtigste Ausfuhrhafen von Kaffee war. Offensichtlich kommt der Name Mokka daher. Die Kaffeepflanzen stammen wahrscheinlich vom gegenüber liegenden Äthiopien und wurden im jemenitischen Hochland angepflanzt. Die Bohnen wurden mit Kamelen nach Mokka gebracht. Als der Kaffee erst in Konstantinopel und dann auch im westlichen Europa Mode wurde, erlangte die verschlafene Hafenstadt Weltruhm. Holländer, Briten und Franzosen errichteten im 17. Jahrhundert Handelsniederlassungen. Die Kaffeebohne war noch von einer leichten Ockerfarbe und wurde, wie es heute noch üblich ist, erst am Zielort gebrannt. Je nach Geschmack. In Saudi Arabien wird er nur ganz leicht gebrannt und sieht – ungewöhnlich für uns aus, als sei es ein brauner Tee. Dieser Kaffee wird dann oft mit einer Dattel mit einer Mandel darin gereicht.

In der Tihama

In der Tihama

In der Tihama, dem Küstenstreifen am Roten Meer fühlte man sich wie auf die andere Seite nach Eritrea versetzt.

Wir wussten, dass in Bait al Faqih jeden Freitag der größte Markt in der Tihama abgehalten wurde. Da wollten wir hin. Einst hatte die Stadt mit einem osmanischen Fort große Bedeutung für den Kaffeehandel. Der Ort liegt an der Pilger- und Handelsroute von Al Hudaidah nach Taizz quer durch die heiße Tihama.

Bait al Faqih wurde im frühen 13. Jahrhundert von einem Gelehrten – faqih – gegründet. Das Wort bait heißt im Arabischen Haus. Also Haus des Gelehrten.

Mit 53 Grad gehört er zu den heißen Orten auf der ganzen Welt. Es ist dort nicht nur heiß, sondern hat auch durch das Rote Meer bedingt einen hohen Feuchtigkeitsgrad. Das beeinflusst die Wetterlage, vor allem wenn sich ein Monsun ankündigt. Es ist der Chamsin, der von Süden nach Westen weht, wenn sich im Frühjahr und im Herbst das Wetter ändert. Chamsin heißt auf Arabisch fünfzig. Das heißt, er weht in einem Zeitraum von 50 Tagen mal stärker, mal schwächer.

In Bait al Fakih, war also Freitagsmarkt, der Sonntag im islamischen Kalender. Dazu fällt mir noch eine schöne Geschichte ein. Ich arbeitete im Büro der Österreichischen Außenhandelskammer, die als Wirtschaftsabteilung der Botschaft unterstellt war. Donnerstag war unser Samstag und Freitag der Sonntag. Am Donnerstag hatten wir immer abwechselnd Dienst. Einmal rief ein österreichischer Geschäftsmann an und wollte meinen Chef sprechen. Ich sagte ihm, der habe heute frei. Als er verwundert fragte, warum er unter der Woche frei habe, meinte ich, er könne ja am Samstag oder Sonntag zurückrufen. Da meinte er erbost, er würde dann nicht arbeiten. Eben sagte ich. Weil Sie dann Wochenende haben und wir arbeiten müssen.

Holzhändler

Holzhändler

Markt

Markt

Man beachte den Goldzahn

Tabakhändler

Tabakhändler

Der Sandsturm war schon leicht zu spüren. Der Markt wurde aber unbeeindruckt davon abgehalten. Es gab von Ziegen über Seilerwaren und Körben aus Palmblättern geflochten, von Brennholz über Tabak und Khat bis zu den Bananen aus den nahen Gebirgstälern alles, was man sich nur vorstellen konnte. Das Gewusel war unbeschreiblich. Der Lärm auch – durch die alten Mopeds, die knatternd mit mehr oder weniger Gepäck durch die Leute fuhren. Ich kaufte 5 schöne Einkaufskörbe und man fragte mich, wieviel ich wohl dafür bezahlt habe. Offensichtlich zu viel, denn alle Jemenis, die um uns rum standen lachten. Dann bekamen wir noch eine Einladung zum Tee, was wir aber freundlich abschlugen. Diese Kiste war uns dann doch zu heiß.

Der Wind wurde immer stärker, der Sand flog quer. Dann halfen wir mit unserem Seil einen kleinen Lieferwagen, wieder aus der Sandwehe zu kommen. Auf der Ladefläche saßen zwei Frauen, die sich gut verhängt mit Tüchern vor dem Sandsturm schützen.

Wir hatten einen 4weel-drive der dazu stark genug war, sie wieder auf die Schotterstraße zu ziehen. Die Beduinen in der Wüste brauchen so etwas nicht. Sie lassen die Luft aus den Reifen, damit mittels einer besseren Auflagefläche sie noch die steilsten Dünen hoch fahren können. Als wir in der Rhub al Khali waren, hatten wir zusätzlich zu unserer elektrischen Luftpumpe immer noch eine Schaufel und Sandleitern mit, die wir dann unter die Reifen schieben mussten. Navi gab es keines, so mussten wir uns auf unseren Kompass verlassen. So geht outdoorliving. Wenn ich hier die SUVs sehe, die noch dazu ein Navigationsgerät brauchen, um rückwärts aus der Garage zu kommen, muss ich immer noch grinsen.

Dann fragten wir uns allerdings, wie wir durch die Macchia zum Meer kommen sollten, denn Weg gab es keinen. Wir wollten dort an einem geschützten Platz übernachten. Da wir überall beobachtet wurden, bot sich ein junger Kerl auf einem Moped an, uns den Weg zu zeigen. Unterwegs hatte er plötzlich einen platten Hinterreifen. Wir wollten schon helfen, er aber winkte ab. Er zog den Schlauch aus dem Reifen, fand das Loch und: jetzt kommt’s – nahm den Reifengummi wo das Loch war in den Mund, band ein kleines Strickchen darum und fertig war das Reifen flicken auf Jemenitisch.

Der Wind blies immer noch sehr stark und wir suchten einen Platz, wo wir mit drei Autos etwas geschützt waren. Als wir gerade schlafen gehen wollten, hörten wir Mopeds, die immer näher kamen. Ungefähr zehn Männer mit Gewehren kamen auf uns zu und wir erkannten: Wir hatten ein Problem. Sie stellten sich vor uns auf und alles, was ich verstand, war was der Anführer sagte: Das ist mein Land.

Bei den Beduinen in Saudi Arabien gibt es ein ehernes Gesetz: Jeder Fremde wird als Gast aufgenommen. Allerdings nur drei Tage, dann konnte der Stamm entscheiden, ob er weiter ziehen kann oder ob er die Kehle durchgeschnitten bekommt. Hoffentlich war es bei den Bewohnern der Tihama genauso. Also das mit den drei Tagen …

Wir zahlten Wegezoll mit Äpfeln und Aspirin, denn einer der Männer hatte starken Husten. Und Aspirin hilft immer bei Leuten, die sonst keine Arznei zu sich nehmen. Der Anführer bekam ein kleines Taschenmesser. Sie waren zufrieden und wir hatten unsere Ruhe.

Überkonzentration von Salz im Wasser

Überkonzentration von Salz im Wasser

Die rote Farbe kommt von einer Überkonzentration von Salz im Wasser, was man auch in Frankreich bei der Salzgewinnung beobachten kann.

Fischer bei der Vorbereitung zum Auslaufen. Im Hintergrund die Moschee von Bait al Faqih

Fischer bei der Vorbereitung zum Auslaufen. Im Hintergrund die Moschee von Bait al Faqih

Bootshaus

Bootshaus

Da keine Straßen da waren fuhren wir weiter auf dem nassen Sandstrand Richtung Norden.

Dann kam Al Hudeidah, eine größere Stadt und wir überquerten die Grenze nach Saudi Arabien. Nicht ohne gefilzt zu werden, wie vormals in der DDR.

Nach Gizan fuhren wir dann wieder das Escarpment hoch Richtung Asirgebirge. Der Wind hörte auf und es fing an, stark zu regnen. Bevor wir wieder an unserem Affenfelsen vorbei fuhren, wollten wir an einer Tankstelle noch etwas Warmes trinken. Dann sahen wir sie: die flowered people of Saudi Arabia. Im letzten Artikel habe ich Ihnen schon mal berichtet über den Mann aus dem Asirgebirge, der auf den Markt in Abha seinen Honig zum Verkauf anbot. Wenn der Frühling kommt, schmücken sie sich mit Bergblumen. Ein wunderbarer Zufall, der uns tief beeindruckte. Fotografieren konnte man sie natürlich nicht, das wäre zu gefährlich gewesen, aber ich habe sie für Sie aus dem Internet (Romar traveler) entnommen:

Flowered people of Saudi Arabia

Flowered people of Saudi Arabia

Flowered people of Saudi Arabia, Asirgebirge in der Gegend von Abha

Wir fuhren in den Sonnenaufgang in Richtung Riyadh

Sonnenaufgang im Asir Gebirge

Sonnenaufgang im Asir Gebirge

Alle Landesrelevanten Themen wurden Wikipedia entnommen

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Monika Schau schreibt jeden Monat für die Leser der Bamberger Online Zeitung. Jedes Mal ein Mix aus Orts- und/oder Volkskunde und ein Fest für die Sinne – Lebensart eben. Ende Dezember widmete sie sich den  Rauhnächten mit den vielerorts vergessenen Traditionen und den unvergessenen Gerichten. Erst im Mai stellte sie Junges Gemüse vor mit einer Grünen Frankfurter – nein! – Bamberger Sauce. Im April entführte sie uns nach Budapest und in die dortigen Markthallen, rezitierte das Revolutionsgedicht von Sandor Petőfi und reizte die Sinne nicht nur mit Mohnstrudel. Bereits im Februar wollte sie mit dem Winter ade-Menu und einem Vorwort zum Pferdefleisch ins Frühjahr starten und erzählte uns für die Nachspeise etwas über Cedri. Zuvor waren wir mit ihr in Venedigs Karneval und Leckereien. Das Jahr 2013 begann mit Gaumenschmaus und Seelenfutter – Die Küche im Wiener Kaiserreich, einem Januar-Menue aus Rinderbrühe, dem perfekten Wiener Schnitzel und Palatschinken. Das Jahr 2012 schloss mit einem typisch fränkischen Dezembermenü: A ganz a schööns Gänsla. Wobei natürlich das Gänseschlachten mit einem Schluck zur Stärkung zwischendurch zelebriert werden muss. Zuvor wurden unsere Leser schon mal vorbereitet Die Sau ist tot. Mit der Kochschule der Besseresser ist Monika Schau bekannt. Die Herbst/zeit/lose Gerichte sind ja nicht ganz so herbstzeitlos, wenn man Kürbis, Steinpilze und Spitzkraut bedenkt. Monika Schau gab bislang auch Tipps für Gerichte, bei denen es wohl nicht für Alle eine Freude ist, sie nachzukochen und vor allem zu essen. Es gibt nämlich nur wenige Kochbegeisterte, die sich an solche Gerichte überhaupt rantrauen: Das Unessbare auf den Tellern hat einen Namen: Innereien. Im vergangenen September zitierte sie Lea Linster, eine der besten Köchinnen Luxemburgs: Wenn Du das Huhn, das Du in die Röhre schiebst, nicht liebst — lässt es Dich im Stich. Im Sommer entführte sie uns in die Cuina Catálan: Unser Sommermenü: Mar y muntanya / Meer und Berge. Ihr Eingangsmenu bei der OnlineZeitung stammte ebenfalls aus der Kochschule für Besseresser: Die neue esS-KLASSE. Im Sommer empfahl sie als Sommermenue: Barbecue mit fried green tomatoes und Kritisches zum Junkfood, entführte unsere Leser in die  Kellerzeit und nach Ligurien – Das Land wo die Zitronen blühen.

Im September ging es in die Provence: Baguette, Bouillabaisse mit Rouille und danach Tarte tatin. Überall ist jetzt von Queller die Rede, im Oktober auch bei uns Gaumenkitzel. Herbstliches Seelenfutter Wissen Sie, dass Kartoffelbrei glücklich macht? Natürlich selbst gemacht und nicht aus der Packung. In “Gessn werd daham” eine Liebeserklärung an – was wohl? Das Menu zum Frühjahr In Cod We Trust(ed) bietet neben Rezepten für Fischklößchen, Kabeljau in Senfsauce sowie die Anleitung einer Court Bouillon und einer Aprikosensuppe mit Schokotörtchen wieder allerhand Wissenswertes über das Drumherum. Und natürlich geschmückt wieder mit eigenen wunderbaren Photos. Zu Beginn tangiert sie das Thema Überfischung vor Neufundland. In Normandie – das Schlaraffenland gibt sie einen Einblick in die Küche der Normandie  und ihre Bemühungen um die “Boulangerie tradition”. Außerdem erhält man endlich Antwort auf die Frage: “Warum sind Butter und Käse aus der Normandie so unglaublich lecker?”.In einem zweiten Beitrag zur Normandie / Meeresgetier – Charcuterie – Desserts widmet sich Monika Schau der Esskultur der Franzosen. Denn allein die Präsentation der Speisen zeugt von einer Hingabe der ganz besonderen Art: ein Wunder, das eigentlich hinter Saarbrücken bereits anfängt. Neulich erst entführte sie mit Le Crete Senesi – Eine Landschaft zum Seele baumeln lassen die Leser an einen ihrer Lieblingsorte: Siena und die umgebende zauberhafte Landschaft. Auch dank ihrer wunderbaren Photographien ein Genuss. Im Juni ging’d dann nochmal nach Frankreich, nach Roanne oder die Sache mit den Fröschen:  Andere Länder – andere Sitten, vor allem Esssitten. Anlässlich der Ausbildung für Französische Backkunst war Monika Schau zu einem Praktikum im oberen Loiretal, in Roanne. Dass Monika Schau weitgereist ist, ahnen unsere Leser längst. Im Juli geht’s nach Japan: Einblicke – Durchblicke – Rückblicke. Sie meint, die Kultur eines Landes erkennt man auch an den Schaufenstern seiner Geschäfte.

In ihrem Beitrag Von Riyadh nach Sanaa – die Weiterreise durch die Landschaften in der Wüste nahm Monika Schau ihre Leser mit auf dem Weg in den Jemen, vorbei an Wadis, und brachte diesen beeindruckende Menschen aus dem Asir-Gebirge, eine Dorfgemeinschaft nach einer wilden Übernachtung inmitten der Wüste und die Händler in Sanaa näher. In ihrem vorletzten Bericht Vulkangestein, Urgestein: Landschaften in der Wüste ging es Monika Schau nicht ums Essen: die Hitze! Die Hitze erinnerte sie allerdings an ihre Zeit in Saudi Arabien, wo sie mit Familie von 1988 bis 1993 lebte. Ihr Mann war für die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) im Ministerium für Post, Telefon und Telegraf beschäftigt. Wieder Zuhause angekommen, geht’s ans Eingemachte. Letzten Dezember stellte Monika Schau in von kopf bis fuß unsere Leser weder auf Liebe noch bekommen sie Modisches serviert. Natürlich geht es um’s Essen: regional, originell und unglaublich lecker. Der Februar 2015-Beitrag Fisch und Schwanz diente – wie immer der Erweiterung des Horizonts auf Geschichtliches und Regionales: einfach und unglaublich lecker! Im weiteren Frühjahr widmete sie sich einem hochaktuellen Thema: VEGAN ODER NICHTVEGAN – DAS IST HIER DIE FRAGE Die Empfehlungen der Nahrungsergänzungsmittel-Liste für Veganer ist lang. Dabei sollte Essen doch dem Leben dienen, Freude bereiten und lecker sein. Im Mai erschienen in COR-TEN-STAHL UND PORCHETTA ihre Reiseeindrücke aus der Toskana: Modernste Architektur, liebenswürdige Begegnungen und schmackhafte Kost – vom allerfeinsten. Eine kleine Ergänzung zum Weingut der Antinoris, noch etwas Kulinarisches verquickt mit Biologischem, männliche und weibliche Zucchini, Lammhäxla und Wirsing im Glas lesen Sie in braadaschuu… oder: soviel zum Kundenservice.

 

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