Christiane Hartleitner
Bamberg entwickelt sich zu einem Paradies für Bienen. Die über viele Jahrhunderte, wahrscheinlich darf man sogar von Jahrtausend sprechen, in Bamberg ansässigen Gewerbe der Zeidler und der weiterverarbeitenden Gewerke haben Spuren hinterlassen.
Ilona Munique
Die frohe Botschaft des Tages! Ein Nachfolgemodell des Imkerpavillons zur Bamberger Landesgartenschau 2012 auf der Erba-Insel – die “Bienen-InfoWabe” hat ihren künftigen Standort gefunden!
Die „Bienen-InfoWabe“ wird ein Treffpunkt für die Bereiche Bienen, Honig und Imkerei, bzw. Umwelt-Soziales-Kultur-Bildung. Erlebbar als mediale Informations-, Anlauf- und Beschäftigungsstation mit Bienenlehrbeute für Veranstaltungen, Ausstellungen, Führungen, Workshops und Unterricht durch die „Bamberger Schulbiene“ für durch Spenden weitestgehend kostenlos angebotene …
- Klassenführungen: ALLE Schularten, Jahrgänge und Fächer
- Gruppen ALLER Art, wie Familien, SeniorInnen, MigrantInnen …
- ALLE soziale Einrichtungen (z. B. Offene Behindertengruppe der Lebenshilfe,
Don Bosco-Jugendwerk, AWO, städtische Einrichtungen … ) - ALLE Vereine und Verbände
Bringen wir Biene und Mensch wieder zusammen – auf unserer Erba-Insel, mitten in Bamberg!
Stadt Bamberg unterstützt
Unterstützt von Oberbürgermeister Andreas Starke und unter den Fittichen des Leiters des Garten- und Friedhofamtes, Robert Neuberth und Team, konnte im Süden des Erba-Areals, unweit des Regensburger Rings und in Nachbarschaft zu den justament entstehenden “Interkulturellen Gärten” geeignete Plätze für die InfoWabe wie auch den Lehrbienenstand gefunden werden. Vielen Dank für das Vertrauen und für die unbürokratische, kompetente und schnelle Standortverwirklichung!
Die Bienen-InfoWabe
Vorgesehen ist eine wabenförmige Holzhütte von ca. 42 m² bei einer Kantenlänge von 4 m. Sie bietet Platz für Veranstaltungen und Vorträge für etwa 33 Personen, also Schulklassengröße. Denn das neue Projekt der Privatinitiative “Bienen-leben-in-Bamberg.de” hat seinen Ursprung in der “Bamberger Schulbiene”. Sie unterrichtet in Klassen und VHS-Kursen über das Leben der Bienen, über das Ur-Produkt Honig und über das ur-alte Handwerk und moderne Hobby der Imkerei. Ziel ist, das Bienensterben in Bamberg zu bannen und Jungimker heranzuziehen. Denn die kleinen Bestäuberinnen haben eine harte Zukunft vor sich, die wir versuchen, ihnen wieder rosiger zu gestalten.
Der angeschlossene Lehrbienenstand
Neben drei Lehrbienenständen, die bereits jetzt in Bamberg im Rahmen von Führungen zu besichtigen sind (Wildensorg-Rinnersteig, Villa Dessauer und Gärtnerstadt) und zwei weiteren ab 2015 (Weide und Schiffbauplatz) erhalten wir mit der Erba-Insel den sechsten innerstädtischen Ort, um Bienen “hautnah” zu erleben. Er soll von der InfoWabe aus in wenigen Minuten erreichbar am Regnitzufer aufgestellt werden.
Spenden
Spenden für das Projekt “Bienen-InfoWabe” sind ab sofort möglich und heiß erwünscht! Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Für Sponsoren lassen wir uns auch noch etwas einfallen. Und natürlich ist eine verlässliche Öffentlichkeitsarbeit mit und durch uns garantiert!
Auf Wunsch ist eine Zuwendungsbescheinigung möglich, ausgestellt von unserem Projektpartner, dem Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (Sitz: Burgebrach, 1. Vorstand: Robert Engert). Der Verein wird Eigentümer der Bienen-InfoWabe sein. Bitte zweckgebunden “Bienen-InfoWabe” an Sparkasse Bamberg | IBAN DE 23770500000570260232
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Salweiden-Pflanzaktion für Bambergs Bienen / Per Rad zu den Bienen / Spendenfonds ausgeschüttet: Stadtwerke unterstützen 28 gemeinnützige Projekte, auch die Schulbiene / BUND fordert Verzicht auf bienengefährdende Beizmittel / Gratulation: Die Bamberger Schulbiene – sie fliegt !!! / Helft unseren Bienen! Und der Bamberger Schulbiene / Alles oder nichts – Crowdfunding für die Bamberger Schulbiene / Heiliggrabstraße mausert sich zur Bienemeile / Bienenpatenschaft in der Gärtnerstadt / Bamberger Bienen leben dem Bienensterben zum Trotz / Film über Bienenleben und Bienensterben
Ich danke den Kommentatoren echidna und Huzni für ihre kenntnisreichen Beiträge. Tatsächlich werden immer wieder eine Handvoll Punkte, die zum Verlust bzw. zu Krankheiten der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) führen, genannt. Je nach Forschungsauftraggeber mal mehr, mal weniger „bewiesen“ sind dies:
1. Die asiatische Milbe (Varroa destrucor), gegen den sich unsere heimische Art (noch) nicht selbst erwehren kann
2. Monokulturen mit a) plötzlicher Vollernte und b) Monokulturen, die (beinahe oder) ausschließlich wind- oder fremdbestäubt werden (Weizen, Mais, Roggen)
4. Künstlicher Eingriff in die Pflanze (Pflanzenschutzmittel / Pestizide / Gentechnik)
5. Imker, die Bienen falsch behandeln. Doch je weniger 1. – 4. von ihnen auszugleichen ist, desto weniger wirkt sich der Punkt 5 aus.
Diese Auflistung ist ohne Gewähr und nach subjektiven Erkenntnissen, aber nach bestem Wissen und Gewissen zusammen getragen. Wer mehr oder anderes weiß, kann gerne das Kommentarfeld nutzen.
Die Förderung der Honigbienen (möglichst auch der vielen Arten von Wildbienen) in Bamberg ist absolut zu begrüßen. Herr Neuberth möge aber auch bei der Pflege der städtischen Grünflächen bedenken, dass nicht alle Pflanzenbestände gemäht werden müssen. Ein Bestand der sehr attraktiven Ochsenzunge Anchusa officinalis in der Jahnstraße wurde kürzlich von Mitarbeitern des Gartenamtes ohne Notwendigkeit abrasiert. Auch die Pflanzen dieser Art werden von Bienen besucht! Eine „rosige Zukunft“ haben die Bienen in Bamberg nur, wenn man ihnen in einem durchdachten Konzept überall in der Stadt – neben den intensiv gepflegten Rasenflächen – auch Wildpflanzen-Bestände zur Sammlung von Nektar und Pollen übrig lässt.
Nun, wenn das Freihandelsabkommen einmal unterzeichnet ist und die einschlägigen Konzerne durchsetzen können, daß auch in Deutschland gentechnisch veränderte Kulturpflanzen massenweise angebaut werden, könnte sich die Frage der Honigbienen langfristig erledigt haben. Es ist kaum anzunehmen, daß Nektar und Pollen von Pflanzen, die selbst Insektizide herstellen, ohne Auswirkungen bleiben.
Zeit, sich evolutionär anzupassen, werden unsere Bienen nicht haben. Aber vielleicht fällt den Gentechnikern ja etwas ein.