Bienenpatenschaft in der Gärtnerstadt

Bienenpatin Carmen Dechant und Ilona Munique. Foto: Reinhold Burger

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Albert Einstein

In weiten Teilen Chinas muss bereits von Menschenhand bestäut werden, der auch in Bamberg vielbesuchte Film „More than honey“ hat hierzu eindrucksvolle Bilder geliefert, hier. Umso erfreulicher ist die Nachricht, die uns erreicht, dass es in Bamberg gelungen ist, in der traditionell mit Bienen und deren Produkten, wie Wachs, reichen Gärtnerstadt, eine Bienenpatenschaft zu verknüpfen. Die Bereitschaft, Einblick in die Imkerei und das spannende Miteinander der Bienen zu erhalten, steigt stetig – gerade auch bei der jüngeren Generation.

Hierzu lesen Sie auch: Bamberger Bienen leben dem Bienensterben zum Trotz sowie die Campact-Aktion: Bienen brauchen Lebensraum!

Ilona Munique

Carmen Dechant aus der Gärtnerstadt gibt den Bienen eine neue Heimat durch eine Bienenpatenschaft

„Ich bin aufgeregt und glücklich“, strahlt Carmen Dechant aus der Gärtnerstadt. Sie ist für zwei Jahre eine Bienenpatenschaft mit Bienen-leben-in-Bamberg.de eingegangen. Bei der Übergabe der Patenurkunde am 8. Januar freut sie sich wie die berühmte Schneekönigin. Denn ab dem Frühjahr ist sie stolze Besitzerin eines Bienenvolkes. Sie muss dazu auch nicht selbst imkern können. Gepflegt wird das Volk von den beiden Imkern Reinhold Burger und Ilona Munique aus der benachbarten Inselstadt. Die Kürze des Weges unterstützt deren „Imkerphilosophie“. Sie behalten bei all ihrem Tun die Ökobilanz scharf im Auge. Gesunde Luft für ihre Bienen, nicht zuletzt auch zum Wohle der in Bamberg lebenden Menschen. Zu stehen kommt die neue Bienenbehausung in Form einer „dreizargigen Liebig-Beute“, so der Fachausdruck, in der Heiliggrabstraße 37a. Somit lässt sich das Bienenvolk von allen Bambergern innerhalb der Öffnungszeiten der Hofstadt-Gärtnerei, die Carmen Dechant mit Gatte Michael bewirtschaftet, bestaunen. Bereits geplant sind Imkereivorführungen zum „Tag der offenen Gärtnerei“ am 28. April 2013. Für die Bienenpatenschaft erhält Carmen Dechant neben dem guten Gefühl, etwas für die Bienen getan zu haben, zwei Jahre lang ideelle und sachliche Gaben. Beispielsweise etliche Gläser flüssigen Goldes der Marke „Bamberger Lagenhonig“, den sie während der Mitmach-Tage aus ihrer eigenen Beute selbst schleudern und abfüllen darf. Außerdem duftende Honigseifen und leckere Honigbonbons sowie natürlich jede Menge Informationen über das uralte Handwerk „Imkerei“. Wer weiß, ob sie nicht selbst einmal eine von derzeit etwa 94.000 Imker in Deutschland wird. Das ist auch bitter nötig. Das Bienensterben ist ein akutes und derzeit nicht dauerhaft zu bewältigendes, weltweites Problem. Daher stehen die Bienenpatenschaften der Privatinitiative von Bienen-leben-in-Bamberg.de unter dem Motto: „Jedes Volk zählt. Jede Patenschaft hilft“.

Nähere Angaben zu Bienenpatenschaften.

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