Verkehr macht Denkmäler kaputt, IV: Stadträtinnen Reinfelder und Sauer klagen über die Untätigkeit der Stadt

Haltestelle vor der Villa Wassermann. Foto: Erich Weiß

Das Problem ist enorm – und es ist bekannt: Die Belastungen durch den Schwerlastverkehr und die Busse für Denkmäler und Anwohner. Nun stellen die beiden fraktionslosen Stadträtinnen Daniela Reinfelder und Sabine Sauer einen Antrag beim Oberbürgermeister. Über den Antrag der GAL haben wir im vergangenen Dezember berichtet, über den der FDP am 12. Februar.

Antrag der Stadträtinnen Daniela Reinfelder und Sabine Sauer

                                                      Antrag:

1. Die Gebäude der Weltkulturerbestadt Bamberg sind vor Beschädigungen, verursacht durch Schwerlastverkehr, wie z.B. Busse, durch geeignete Maßnahmen zu schützen.

2. Die seit 30.06.2012 ausgelaufene Probephase des Stadtratsbeschlusses vom  30.06.2011 für die Südliche Promenade zur Nutzung für Transferbusse der Flusskreuzfahrer und des regionalen ÖPNV ist zu beenden und eine geeignete Alternative dem Stadtrat vorzulegen.

3. Der ROB ist nicht an die südliche Promenade zu verlegen, auch nicht während der Bauphase für die ICE Trasse. Alternative Standorte sind zu prüfen.

Begründung:

Bereits seit Mai 2010, teilweise auch früher,  werden von Eigentümern wertvoller Baudenkmäler im Weltkulturerbe Bamberg Vorbehalte gegen Schwerlastverkehr, insbesondere Busse, gemacht. Es werden die Gründe sowie die Schäden ausführlich erläutert und die Stellungnahmen an Sie, Herr Oberbürgermeister, oder auch an die Verwaltung gerichtet. Es betrifft neben der südlichen Promenade auch die Nonnenbrücke und die Karolinenstraße. Getan hat sich seither nichts. Das Problem wird mit Besänftigungsschreiben aus dem Baureferat klein gehalten und das Thema findet keinen Eingang auf die Tagesordnung des Stadtrates, trotz verschiedener Anträge aus den Fraktionen. Für die Alternativen liegen viele gute Vorschläge insbesondere von Vertretern der südlichen Promenade vor. Dies beginnt bei einer Veränderung des ÖPNV Verkehrs bis zu Einzelvorschlägen für attraktive und kürzere Laufstrecken für Flusstouristen.

Deshalb fordern auch wir eine zügige Behandlung im Stadtrat oder dem zuständigen Senat.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Reinfelder / Sabine Sauer

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