Der Regionale Omnibusbahnhof (ROB)

 Redaktion

Ursprünglich vorgesehenes Gelände für den ROB am Bahnhof. Foto: Erich Weiß

STARKES BAMBERG – Wir wagen einen Blick zurück, nur 8 Monate. Es war die Zeit des Wahlkampfes. Viele Punkte, die derzeit den Bambergern auf den Nägeln brennen, wurden von Oberbürgermeister Andreas Starke Mitte Februar angesprochen. Im FT-Wahlprüfstein: Verkehr nahm er unter anderem Stellung zum Regionalen Omnibus-Bahnhof (ROB):

„Für die Gesamtstadt benötigen wir viele Einzelmaßnahmen: eine spürbare Reduzierung des Verkehrs, eine bessere Verknüpfung von Bus, Schiene, PKW, Fahrrad und Fußgänger sowie eine deutliche Verbesserung des ÖPNV zwischen Stadt und Land. Ein wichtiges Instrument dazu ist ein neuer Nahverkehrsplan, der unter dem Dach des VGN gemeinsam mit dem Landkreis entwickelt werden muß.

Außerdem unterstütze ich das Vorhaben am Bahnhof einen leistungsfähigen „Regionalen Omnibusbahnhof“ zu schaffen, um insbesondere den Pendler- und Schülerverkehr besser zu ordnen.

Bereits im Juli 2009 plante das Stadtplanungsamt den ROB auf dem Gelände links vom Bahnhofsgebäude (siehe Plan).

ROB Planentwurf. Plan: Städtisches Bauamt

Dieses Gelände ist Eigentum der Deutschen Bahn und für diese laut Bahnmitarbeiter „eine Goldgrube“: Einnahmen aus Stellplatzvermietung und -verpachtung lassen sich hier generieren. Erst jüngst hat die DB hierfür die Pacht erhöht. Von einer Stellplatz-Auflösung, wie sie für die Errichtung eines Regionalen Omnibusbahnhofs nötig wäre, sind keine Anzeichen zu erkennen. Zum Stand der Verhandlungen wird man sich von Seiten der Stadt spätestens anlässlich des weiteren Verfahrens am ZOB erklären müssen.

Viele Bamberger und vor allem die Interessengemeinschaft Promenade befürchten, dass die Stadt von den ROB-Plänen Abstand genommen haben könnte, denn eine schleichende, aber eklatante Erhöhung des Busverkehrs an der südlichen Promenade ist festzustellen. Wir haben mehrfach berichtet: Promenade / Alternativen zum Busverkehr an der Promenade: Ein Beitrag zur Debatte / Zur Situation an der Promenade: Trouble in Paradise / Busse an der Promenade: Interview mit Baureferent Michael Ilk. Das Baureferat teilte uns am 16. November mit: „Eine Planung am ZOB bzw. im Bereich der fünf Ein-/Ausstiege für die Regionalbuslinien (zeitweise mitgenutzt durch die Transferbusse der Flusskreuzfahrtschiffe) in der Promenadestraße über die standardgemäße Ausstattung einer Haltestelle hinaus, ist im Baureferat nicht bekannt.“ Das mag so sein. Doch ob das wenige Meter entfernt, im Rathaus, im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters noch genauso gesehen wird? Zur Landesgartenschau, wo man ein attraktives Eintrittsportal in die Stadt angehen wollte, ist jedenfalls nichts geschehen.

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