Sperrung der Mittel für Stadtteilarbeit

Senior*innen-Beirat

Arbeitsgruppe des Seniorenbeirats sieht Stadtratsentscheidung kritisch

Die Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt, die sich insbesondere für den Aufgabenbereich der Stadt „Unterstützende Nachbarschaften und Stadtteilentwicklung“ einsetzen, haben in einem Brief an Oberbürgermeister Starke und die Mitglieder des Stadtrates ihr Unverständnis für den Beschluss unterstrichen, mit dem im Juli schon beschlossene Haushaltsmittel für diese Aufgabe gesperrt wurden.

„Im 7. Altenbericht der Bundesregierung wird ausdrücklich auf die Verantwortung der Kommunen für die Daseinsfürsorge der Bürger hingewiesen. Auch im Zusammenhang mit den Folgen des demografischen Wandels ist die Kommune für die Sicherung und Ausgestaltung von Rahmenbedingungen zuständig. Die Stadt Bamberg hatte hier mit der Entscheidung für ein Quartierskonzept einen Schritt in die richtige Richtung getan“, so Christine Karmann, Mitglied des Beirats. Der Seniorenbeirat hatte das Vorhaben der Stadt Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen zu schaffen, immer ausdrücklich unterstützt.

Nach Überzeugung von Gisela Filkorn und Karola Kümmelmann, ebenfalls Mitglieder des Beirats, ist mit der Sperrung der Anschubfinanzierung die Umsetzung des Konzepts nun gefährdet. Dies sei umso unverständlicher, als die Stadt Bamberg im Bundesförderprogramm „Smart Cities“ wohnortnahe Quartiersprojekte und digitale Gesundheitsförderung als Themen ihrer Stadt ausgewiesen hatte und, unter anderem für Quartierarbeit, aus dem Bundesprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ eine Fördersumme von über 15 Millionen Euro erwartet.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Quartierarbeit des Seniorenbeirats bitten um Rücknahme des Stadtratsbeschlusses und fordern eine Anschubfinanzierung der Quartiersarbeit im Haushaltsjahr 2021, um hier ein Leuchtturmprojekt für Bamberg entstehen zu lassen.

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