Bayerisches Landeskriminalamt versendet über 1.000 Warnschreiben an bayerische Käufer eines Online-Shops für sogenannte „Legal Highs“

Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern und das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) betreiben seit mehreren Monaten intensive Ermittlungen gegen einen Online-Shop, welcher zu den größten Anbietern für sogenannte Neue psychoaktive Substanzen (NpS) in Deutschland zählt.

Als Online-Plattform für den Vertrieb diverser NpS werden von Seiten des Shops stets die vermeintliche Legalität sowie die vermeintliche Sicherheit der Produkte betont. Tatsächlich sind die Produkte weder sicher, noch ist deren Vertrieb legal!

Entgegen dem Bekunden der Betreiber beinhalten deren Produkte regelmäßig auch verbotene Wirkstoffe nach dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) und dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Die Hersteller von NpS ändern ständig ihre Rezepturen und versuchen so, gesetzliche Bestimmungen zu umgehen. Da die Produkte gleichen Namens somit von einem Tag auf den anderen einen viel gefährlicheren Wirkstoff enthalten können, geht der Konsument unkalkulierbare Risiken ein. Selbst Kleinstmengen im Milligramm-Bereich können tödlich sein.

So lassen sich auch in jüngster Vergangenheit eine Reihe von Todesfällen auf den Konsum von NpS zurückführen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, konnten im Rahmen der Ermittlungen gegen den Online-Shop eine Vielzahl von Kunden festgestellt werden, welche nun mittels eines an sie versandten Warnschreibens über die Gefahren von NpS aufgeklärt werden sollen. Allein in Bayern wurden ca. 1.000 dieser Warnschreiben an Besteller des On-line-Shops versandt.

Darüber hinaus wurden ca. 2.200 weitere Warnschreiben an Besteller in der gesamten Bundesrepublik versandt.

Das Bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg machen hiermit deutlich:

  • NpS sind unberechenbar und machen den Konsumenten unberechenbar!
  • Wer NpS konsumiert, spielt mit seiner Gesundheit und seinem Leben! Verständigen Sie im Notfall sofort den Notarzt – wählen Sie dazu die 112!

Weitere Hilfe erhalten Sie jederzeit bei Ihrer Drogenberatungsstelle vor Ort oder im Internet unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/drogen/neue-psychoaktive-stoffe

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