Vom schlechten Schüler zum Musikgenie: Richard Wagner und Leipzig

Richard-Wagner-Verband Bamberg

Vortrag beim Richard-Wagner-Verband Bamberg von Kulturwissenschaftlerin Ursula Oehme am 25. Februar um 19.30 Uhr im Hotel Bamberger Hof, Schönleinsplatz 4.

Brühl in Leipzig, Aquarell von Wilhelm Stockmann, 1825. Das Gebäude links ist das Haus zum Roten und Weißen Löwen, Richard Wagners Geburtshaus. Vorlage: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Mit dem wohl am wenigsten bekannten Lebensabschnitt Richard Wagners beschäftigt sich die Kulturwissenschaftlerin Ursula Oehme: Unter dem Titel „Vom schlechten Schüler zum Musikgenie: Richard Wagner und Leipzig“ begibt sie sich auf Spurensuche und zeichnet anhand von Wagners eigenen Lebenszeugnissen, Dokumenten der Nikolaischule, Tagebucheintragungen, Theater- und Programmzetteln die erstaunliche Entwicklung des am 22. Mai 1813 geborenen Leipzigers nach – von der Geburt im Haus am Brühl bis hin zu den ersten Schulden und der ersten Aufführung einer Komposition im Gewandhaus.

In Leipzig, der Messestadt von europäischem Rang, erlebte der eigenwillige Jugendliche Konzert- und Theateraufführungen, die ihn begeisterten, entschloss sich, Musiker zu werden, fand Menschen, die ihn dabei unterstützten, und genoss die Ermutigung durch Publikum und Kritik bei der Aufführung erster eigener Werke in Theater und Gewandhaus.

Der Eintritt ist frei. Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Die aus Erfurt stammende Kulturwissenschaftlerin Ursula Oehme hat sich schon als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Publikationen im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig intensiv mit Richard Wagner, seiner Familie und seinem Umfeld befasst. 2008 erschien als erste Veröffentlichung der Stadtrundgang „Wagnerwege in Leipzig“, gefolgt von ihrer leidenschaftlich-kritischen Hommage „Richard Wagner und Leipzig“ 2013 sowie dem Bild-Text-Band „Richard Wagner in Mitteldeutschland“. Zu den Wagner-Festtagen Leipzig 2015 entstand das Zwei-Personen-Stück „Lovestory ohne Happy End“ über die Liebe zwischen Wagner und Mathilde Wesendonck, 2016 kam die Publikation „Die Ruhestätten der Familie Wagner auf dem Alten Johannisfriedhof zu Leipzig“ heraus. Mit Stadtrundgängen, Vorträgen und Lesungen hält Oehme die Erinnerung an Wagners Zeit in seiner Geburtsstadt Leipzig wach. Wie lebendig sie das macht, konnten die Teilnehmer der Opernfahrt des RWV Bamberg zur Leipziger „Tannhäuser“-Inszenierung im Mai 2018 schon vor Ort erfahren.

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