Antisemitismus damals und heute

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen – Kreis Bamberg

Der Abend des 9. November 1938 war mit der Zerstörung der Synagoge für die Bamberger jüdische Bevölkerung die Schicksalsnacht: sämtliche 168 männliche Juden über 16 wurden verhaftet und in das Bamberger Gefängnis eingeliefert. 81 Personen wurden in das KZ Dachau verschleppt und dort teilweise bis März 1939 festgehalten. Zwei jüdische Frauen nahmen sich im Laufe dieses Pogroms das Leben. Die Gewalttaten gegen die Bevölkerung jüdischen Glaubens mündeten ab 1941 in die offiziell organisierte fabrikmäßige Vernichtung. Die verbliebenen Bürger*innen mussten in Zwangswohnungen ziehen und dort bis zur sogenannten Endlösung auf ihre Transporte in die Vernichtung warten:

  • In das Durchgangslager Riga-Jungfernhof, von dort in das Ghetto Riga, in das KZ Riga Kaiserwald, in das KZ Salaspils, in das KZ Kowno, in das KZ Stutthof und in das KZ Dachau
  • In den Distrikt Lublin mit den dort gelegenen Ghetti und Durchgangslagern, schließlich in die Vernichtungsfabriken Belzec, Sobibor, Treblinka
  • In das Ghetto Theresienstadt und von dort weiter in die Tötungsfabriken Auschwitz und Treblinka.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschist*innen (VVN/BdA) erinnert daran und an den aktuellen Antisemitismus am Dienstag, 12. November, 17.30 Uhr am Synagogenplatz.

Es spricht Dr. Eckart Dietzfelbinger (Nürnberg, ehem. Mitarbeiter am Dokuzentrum Nürnberg), Musikalische Umrahmung durch Lutz Werner (Erlangen).

Die Bevölkerung wird gebeten, Kerzen zur Erinnerung an das Geschehen mitzubringen.

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