Bamberger Linke Liste fordert Entlassung der Sicherheitsdienstfirma „Fair Guards“ des Bamberger Anker-Lagers

Bamberger Linke Liste

Nachdem mehrere Medien über den systematischen Missbrauch durch Sicherheitsdienstangestellte im Bamberger Anker-Lager berichtet haben und bisher keine weitreichenden Konsequenzen von der Regierung von Oberfranken gefolgt sind, fordert die Bamberger Linke Liste die Entlassung der Sicherheitsdienstfirma „Fair Guards“, die im Bamberger Anker-Lager tätig ist.

„Weder die Regierung von Oberfranken noch die Leitung des Massenlagers in Bamberg scheinen an einer systematischen Aufklärung interessiert zu sein. Denn es sind keine sichtbaren Konsequenzen aus der Berichterstattung gefolgt“, so BaLi-Vorstand Andreas Tränkenschuh. „Rechtsextreme und rassistische Strukturen haben weder in einem Lager für Geflüchtete noch in unserer Gesellschaft etwas zu suchen. Auch die Stadt Bamberg muss sich hier klar gegen diese Schikanen positionieren und sich für eine Aufklärung des Missbrauchs einsetzen!“

Seit September 2017 gibt es regelmäßig Berichte über Schikanen an Geflüchteten durch Sicherheitsdienstmitarbeitende im Bamberger Anker-Lager. Bis auf die Suspendierung von nachweisbar beteiligten Sicherheitsdienstmitarbeitern ist jedoch nichts passiert. Die Kritik an der systematischen Gewalt wird von der Regierung ignoriert, die Kritik seitens der Betroffenen nicht ernst genommen. Sicherheitsdienstmitarbeitende die die Gewalt ihrer Kollegen kritisierten wurden gekündigt. „Durch die strukturellen Gegebenheiten im Lager, wie das Machtgefälle und die fehlende Kontrolle, kann sich eine fehlgeleitete Sicherheitsperson fast alles erlauben, ohne dafür Konsequenzen zu befürchten. Die Struktur der Massenlager begünstigt rassistische Handlungen und den Missbrauch von Geflüchteten durch Security-Mitarbeiter.“, kritisiert BaLi-Stadtrat Heinrich Schwimmbeck. „Die Unterbringung in solchen Strukturen ist nicht hinnehmbar, weder in Bamberg noch irgendwo! Sie muss beendet werden.“

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