Protest-Aktion vor dem Nürnberger Wöhrl Stammhaus

ver.di

Die Situation des Unternehmens und vor allem seiner Beschäftigten ist weiterhin unklar. Die Informationspolitik gegenüber den Beschäftigten ist aus Sicht von ver.di absolut unzureichend und meist nur als vertröstend oder neblig einzuordnen. Eine enge Einbeziehung der Belegschaften wie man sie in anderen ähnlichen Fällen erleben durfte, bleibt bei Wöhrl aus.

Dies ist Anlass dafür, dass sich am Mittwoch, den 26.10.2016 sich die Gesamtbetriebsräte von Wöhrl zu einer kleinen Aktion vor dem Stammhaus in Nürnberg (Ludwigsplatz 12–14) versammeln werden.

Sie wollen dabei darauf aufmerksam, dass das Unternehmen aktuell Zeit für wichtige Reformen verschläft.

„Den Beschäftigten und ihren Betriebsräten fehlen tragfähige Konzepte für die Zukunft. Wir fordern eine Beteiligung der Beschäftigten. Bereits in der Vergangenheit hätten viele schwerwiegende Folgen verhindert werden können, wenn man den frühzeitigen Warnungen der Beschäftigten Gehör geschenkt hätte. Dieses Wissen muss man abschöpfen und in einem Zukunftskonzept einarbeiten“, so Gabriele Ziegler, bei ver.di zu-ständig für den Gesamtbetriebsrat Wöhrl.

„Es ist nicht nachzuvollziehen, dass arbeitgeberseitig die Wöhrl-eigene Entlohnungsstruktur selbst als kritisch bewertet und für Investoren als mögliche Wundertüte dargestellt wird, aber keinerlei Verhandlungsbereitschaft zur dringend notwendigen Reform mit der Wöhrl Tarifkommission vorhandenen ist“, so Dominik Datz, verantwortlich bei ver.di für die Tarifverhandlungen mit Wöhrl.

Einen Skandal sieht er im Übrigen darin, dass man sich seitens der Geschäftsleitung bei der Kostenklärung, von dringend notwendigen Sachverständigen für Betriebsräte zum Insolvenzrecht, massiv verzögert und somit Termine nicht mehr wahrzunehmen sind. „Dies behindert die Arbeit der Beschäftigtenvertreter enorm und schafft keine Augenhöhe.“

Um ca. 13 Uhr treffen sich die Gesamtbetriebsräte der Nürnberger Häusergruppe die auf Situation bei Wöhrl aufmerksam machen.

 

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