Für Ulanenpark „über den Tellerrand schauen“

GAL-Flashmob dokumentierte Wohnwünsche auf bunten Papphäusern am Bauzaun

Mitteilung der GAL
Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Vor allem interessierte Anwohner*innen aus der direkten Umgebung, zum Teil seit Jahrzehnten in der Wunderburg ansässig, fanden sich beim Flashmob der GAL am Zaun des unbebauten Glaskontor-Geländes in der Erlichstraße ein. Mit ihrer Aktion wollten die Grünen öffentlichen Druck machen, um die Pläne für eine Bebauung voranzutreiben. Die meisten Passant*innen zeigten sich skeptisch – „Das dauert doch noch Jahre“ – angesichts der langen Historie: Bereits Anfang der 90er hatte die Firma Glaskontor ihren Betrieb eingestellt, seitdem wartete die Stadt auf einen Investor und es herrschte Leerstand auf dem mehrere Hektar großen Gelände.

Doch inzwischen hat die Stadt fast das ganze Gelände gekauft, und auch die GAL-Stadträtinnen Ursula Sowa und Petra Friedrich sowie GAL-Vorstand Harald Link gehen durchaus von einem baldigen Baubeginn im künftigen „Ulanenpark“ aus, wo an der Erlichstraße ein Wohn- und Gesundheitszentrum und Einzelhandel entstehen sollen. Sie fordern aber mehr: „In der Hedwigstraße könnte sofort nach Beschließen des B-Plans der Startschuss für bezahlbaren Wohnraum in Mehrfamilienhäusern fallen.“

Auf vorgefertigte bunte Papp-Häuser schrieben die Flashmob-Gäste ihre Wünsche und hefteten sie an den Bauzaun. Sie reichten von Gemeinschaftswohnen, Urban Gardening, Cafés und Aufenthaltsmöglichkeiten bis hin zum autofreien Wohnen und dem Tipp an die Stadt: „Keine Reihenhäuser! Es gibt so gute Wohn- und Baukonzepte – einfach mal über den Tellerrand schauen“

Interessiert ließen sich die Passant*innen von den GAL-Stadträtinnen den aktuellen Bebauunsplan-Entwurf erklären. Viele von ihnen bedauerten, dass keines der alten historischen Backsteingebäude erhalten blieb, insbesondere für die Reithalle hätten sie sich eine passende Neunutzung vorstellen können – beispielsweise als Supermarkt. Mehrere ältere Damen diskutierten über die Zukunft und wünschten sich „viele junge Familien“.

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