GAL fordert: Sozial-Experten sollen am neuen Mietspiegel mitarbeiten

GAL will, dass Mangel an günstigem Wohnraum im Mietspiegel berücksichtigt wird

Mitteilung der GAL

Aktuell beginnt man damit, den seit 2014 geltenden qualifizierten Mietspiegel für die Stadt Bamberg fortzuschreiben. Das damit beauftragte Büro wird von einer Arbeitsgruppe der Stadt unterstützt, die sich aus Verwaltungsleuten sowie Vertreter*innen von Wohnbaugesellschaften, von Vermieter- und Mieterseite zusammensetzt. Dazu sollen nach Meinung der GAL-Fraktion nun auch Fachleute aus dem Sozialbereich kommen, das beantragen GAL-Fraktionsvorsitzende Ursula Sowa und GAL-Stadtrat Tobias Rausch.

Sowa und Rausch weisen darauf hin, dass die gewichtigste Kritik am Mietspiegel mit der besonderen Problemlage finanziell schwacher Menschen zusammenhängt, die auf Übernahme ihrer Mieten durch die öffentliche Hand angewiesen sind. Die ebenfalls im Mietspiegel festgelegten „Kosten der Unterkunft“ (KdU) setzen dafür Obergrenzen fest. Das heißt: Wessen Miete darüber liegt, hat nur die Möglichkeit, den Aufpreis irgendwie aus eigener Tasche zu zahlen oder sich eine billigere Wohnung zu suchen. „Dass aber genau dieses Angebot an günstigem Wohnraum zu wenig vorhanden ist, spiegelte der Mietspiegel nicht wider“, meinen die beiden GAL-Fraktionsmitglieder und sehen sich auch durch eine Analyse des lokalen Wohnungsmarkts bestätigt, die der Familienbeirat vor ca. einem Jahr vorgenommen hatte. „Das heißt, wir müssen dafür sorgen, dass dieser wichtige Aspekt im Mietspiegel Niederschlag findet – und das geht nur mit fachkompetenten Personen, z.B. aus der Sozialberatung der Wohlfahrtsverbände.“

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