studiobühne bayreuth: Iphigenie auf Tauris

Claudia Iberle als Iphigenie, daneben Sascha Retzlaff, der den Pylades spielt. Foto: Christian Rebmann

Claudia Iberle als Iphigenie, daneben Sascha Retzlaff, der den Pylades spielt. Foto: Christian Rebmann

  • von Johann Wolfgang von Goethe
  • Regie: Dominik Kern
  • Bühne und Kostüme: Michael Bachmann
  • Licht und Ton: Ronald Kropf
  • Es spielen: Martin Betz, René Carrié, Oliver Hepp, Claudia Iberle, Sascha Retzlaff

Iphigenie, Agamemnons Tochter, sehnt sich nach ihrer griechischen Heimat zurück. Von der Göttin Diana einst vor einem grausamen Opfertod bewahrt und auf die Insel Tauris gebracht, dient sie dort seither unerkannt als Priesterin. Thoas, der König der Taurer, wirbt um Iphigenies Hand. Ihr zuliebe schaffte er sogar den Brauch blutiger Menschenopfer ab. Doch in der Hoffnung auf Heimkehr lehnt Iphigenie seine Anträge ab und schürt damit Thoas’ Unmut: Sie erhält den Befehl, die Menschenopfer an zwei eben angekommenen Fremdlingen wieder einzuführen! Als diese sich als Iphigenies Landsleute und einer davon sogar als ihr Bruder Orest entpuppen, spitzt sich die Lage zu. Soll sie die Gelegenheit ergreifen und heimlich mit den beiden Griechen fliehen? Iphigenie bringt es nicht übers Herz, Thoas zu hintergehen. Sie eröffnet ihm den geheimen Fluchtplan und legt damit ihr Schicksal in Thoas’ Hände …

Goethes Seelendrama von Menschlichkeit und Selbstüberwindung fasziniert bis heute durch seine Reduktion auf Sprache und innere Vorgänge. Doch sind die Handlungsarmut und der Idealismus des Stückes noch zeitgemäß? Genügen sie um das Publikum zu faszinieren und zu beschäftigen? Dominik Kern und Michael Bachmann entscheiden sich in ihrer Inszenierung bewusst gegen reduziert-klassizistisches Texttheater, aber auch gegen brachiale Modernisierungen, und versuchen stattdessen ein atmosphärisches Zusammenspiel aus mythischen zeitlosen und modernen Bildern auf die Bühne zu bringen, das die komplexe Verssprache Goethes ergänzt statt sie zu überlagern.

Öffentliche Probe: 24. Februar 2016 um 19 Uhr.

In Zusammenarbeit mit der vhs: JOACHIM KORB referiert über „Iphigenie auf Tauris“ am 2. März 2016 um 19 Uhr.

NEU: An ausgesuchten Terminen finden um 19 Uhr Einführungsvorträge mit dem Regisseur statt.

Premiere am 5. März 2016 um 20 Uhr |

Termine jeweils um 20 Uhr: 11., 12., 26. März  6., 7., 9., 14., 16., 19., 22., 27., 30. April 2016

Termin um 17 Uhr: 20. März

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