Isotonische Getränke – Werbelüge, Lifestyle oder optimaler Durstlöscher?

VerbraucherService Bayern (VSB)

Isotonische Sportgetränke sind in aller Munde – gerade im Sommer. Sie sollen schnell Wasser- und Energieverluste ausgleichen. In einer Stunde Sport kann der Körper zwischen 0,5 und 1,5 Liter Flüssigkeit über den Schweiß verlieren, je nach Belastungsintensität. Diese Wasserverluste müssen zusätzlich zu den ohnehin empfohlenen 1,5 Liter pro Tag normaler Trinkmenge ausgeglichen werden. „Optimal“, „maximal“, „ideal“ – so die Werbung auf sogenannten Isodrinks. Stimmt das?

„Vorschriften für die Gehalte an Zucker und Mineralien in isotonischen Getränken gibt es in Deutschland nicht“, erläutert Ellen Schmitt, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB (VSB). Isogetränke wurden eigentlich für den Hochleistungssport entwickelt und werden heute in Pulver-, Tablettenform oder fertig gemischt fast überall angeboten. Sie bestehen in der Regel neben Wasser aus verschiedenen Zuckerarten und Mineralstoffen. „Meist sind noch Aromen und Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren, Säureregulatoren und Vitamine zugesetzt, teils auch umstrittene Konservierungsstoffe, wie die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Öko-Test zeigt.“

Als isoton gilt aber auch eine Saftschorle aus zwei Teilen natriumreichem Mineralwasser und einem Teil Fruchtsaft. Diese Alternative ist nicht nur kostengünstiger sondern auch natürlich-fruchtiger im Geschmack. „Für den moderaten Freizeitsport sind Leitungs-/ Mineralwasser, Früchte-/Kräutertees und dünne Saftschorlen vollkommen ausreichend. Vor allem wenn Gewichtsreduzierung oder -erhaltung im Vordergrund stehen“, rät die Ernährungsexpertin.

Weitere Informationen rund um das Thema „Ernährung und Sport“ erhalten Interessierte in der Bamberger Beratungsstelle des VSB, Grüner Markt 14 und unter Tel. 0951-201696.

3 Gedanken zu „Isotonische Getränke – Werbelüge, Lifestyle oder optimaler Durstlöscher?

    • Meines ebenfalls!
      Und in Anbetracht der Tatsache, dass diese isotonischen Getränke erst in jüngerer Zeit auf den Markt kamen, wundert es mich, wie die Menschheit es geschafft hat, bis zum heutigen Tag zu überleben.

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