Kleine Künstler ganz groß

Noch bis Oktober stellen die kleinen Künstler der Kinderkrippe Hainwichtel ihre Bilder im Backstübla aus. Am Sonntag war Vernissage.

Von Stephan Großmann
Am Sonntag, 5. Juli 2015, ist die Ausstellung der Kinderkrippe Hainwichtel in den Räumen des Backstübla (Obere Sandstraße 31) eröffnet worden. Bis Oktober hängen dort Bilder, welche die Kinder im vergangenen Krippenjahr geschaffen haben. Stephan Großmann

Schüchtern, aber stolz zeigt die kleine Lotte ihrer Mama ihr Bild, welches seit Sonntag im Backstübla in der Sandstraße hängt. Noch bis Oktober ist dort die Ausstellung der Kinderkrippe Hainwichtel “Niemand ist zu klein, ein Künstler zu sein!” zu sehen. Stephan Großmann

„Wenn man die Namensschilder abnehmen würde, bin ich mir sicher, dass einige Bilder verkauft werden könnten.“ Katharina Ringler, Inhaberin des kleinen Cafés Backstübla in der Sandstraße, betrachtet die Bilder, die seit Sonntag in ihren Räumen hängen und erkennt großes Potenzial bei den kleinen Künstlern. Ringler hat Kunst studiert und weiß, wovon sie spricht. Doch darum soll es eigentlich gar nicht gehen. Ausprobieren und einfach loslegen stehen im Vordergrund. „Niemand ist zu klein, ein Künstler zu sein!“, heißt das Motto der Ausstellung der Bamberger Kinderkrippe Hainwichtel, die noch bis Ende Oktober zu sehen ist.

Am Sonntag, 5. Juli 2015, ist die Ausstellung der Kinderkrippe Hainwichtel in den Räumen des Backstübla (Obere Sandstraße 31) eröffnet worden. Bis Oktober hängen dort Bilder, welche die Kinder im vergangenen Krippenjahr geschaffen haben. Foto: Stephan Großmann

Der kleine Hektor zeigt seiner Mama stolz sein Bild, welches seit Sonntag im Backstübla in der Sandstraße hängt. Noch bis Oktober ist dort die Ausstellung der Kinderkrippe Hainwichtel “Niemand ist zu klein, ein Künstler zu sein!” zu sehen. Foto: Stephan Großmann

Kreativität der Kinder soll gefördert werden, und zwar so früh wie möglich. Dies sieht der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (Bep) vor und wird von den Hainwichtel-Erzieherinnen praktisch gelebt. Wichtig dabei seien Selbstbestimmung und Partizipation, sagt die Leiterin der Einrichtung in der Ottostraße Anne Rahm: „Wir haben in jeder unserer beiden Gruppen ein Atelier, in dem die Kinder ungestört arbeiten können.“ Materialien, Farben und Stil bestimmen die Nachwuchskünstler selbst, auch ob und wie lange sie sich künstlerisch betätigen wollen, obliegt ihnen selbst. „Wir stellen ihnen die Rahmenbedingungen, kreativ sind sie selbst“, so Rahm. Den gesamten Prozess dokumentieren Rahm und ihre Kollegen mit Fotos. Am Ende des Jahres bekommen die Eltern alles mit nach Hause.

Dieses Konzept ist bei den Hainwichteln nicht neu: Bereits zum fünften Mal laden die Pädagogen des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF) Kinder und Eltern zu einer Vernissage ein. Hingen die Bilder in den vergangenen Jahren noch in der Villa Remeis, mussten die Hainwichtel in diesem Jahr umziehen. Mit Katharina Ringler und deren Backstübla habe man aber eine offene und unkomplizierte Partnerin gefunden, freut sich Rahm. Unter die vielen Gästen gesellte sich am Sonntag auch Claudia Salomon, die künftige Leiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik (Berufliches Fortbildungszentrum der bayerischen Wirtschaft), die ab September frische Pädagogen in Bamberg ausbilden wird. „Die Hainwichtel leisten tolle Arbeit“, sagt Salomon. „Es ist schön, dass schon in der Krippe solch eine Wertschätzung auf Kreativität gelegt wird“. Das pädagogische Personal der Hainwichtel hat eigens an Fortbildungen zum Thema Kreativitätsförderung teilgenommen. „Nur wer es selbst ausprobiert hat, versteht, um was es dabei geht“, erklärt Krippen-Leiterin Rahm.

Trotz brütender Hitze hatten Eltern und Kinder am Sonntag ihren Spaß. Kein Wunder, versüßten leckere Kuchen aus dem Backstübla den Großen sowie Planschbecken, Sandkasten und Co. den Kleinen den Tag. „Es ist super hier“, sagt Rainer Rother, Vater der kleinen Enna. Auch von ihr hängt ein Bild aus. „Erst war ich etwas skeptisch, dass es nicht mehr in der Villa Remeis stattfindet. Aber die Location ist einzigartig.“ Die Kinder selbst staunten nicht schlecht, dass ihre Bilder auf einmal an den Wänden hingen. Aber viel mehr freuen sie sich darauf, endlich wieder mit Pinsel, Stiften und sonstigem loslegen zu können.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober im Backstübla, Obere Sandstraße 31, zu bewundern. Dieses ist am Wochenende und an den Feiertagen ab 13 Uhr geöffnet.

 

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