Liberale gegen Höherlegung des Berliner Rings

 

Redaktion

In einem Antrag an OB Starke will die FDP die Höherlegung des Berliner Rings für einen Übergang auf das Konversionsgelände verhindern.

Antrag der FDP

Millionengrab verhindern: Höhengleichen Übergang über den Berliner Ring nicht in den Rahmenplan für die Konversion aufnehmen 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Jury des planerischen Wettbewerbs zur Bamberger Konversion hat die Prüfung eines höhengleichen Übergangs über den Berliner Ringe empfohlen.

Aus unserer Sicht als Freie Demokraten wäre eine dafür notwendige Höherlegung des Berliner Rings vollkommener Unsinn. Dies würde vielmehr einem Schildbürgerstreich gleichkommen, weil die jetzige Überquerungsmöglichkeit via Brücke über den in einer Senke liegenden Berliner Ring für Fußgänger und Radfahrer wesentlich bequemer, sicherer und angenehmer ist. Die bestehende Brückenlösung kann auch künftig die beiden Stadtteile diesseits und jenseits des Berliner Rings optimal verbinden. Ein höhengleicher Übergang anstatt der Brücke würde dagegen nicht zu einer Verbindung der Stadtteile beitragen, sondern hätte eher trennenden Charakter.

Es wäre außerdem mindestens mit einer Investitionssumme von 10 bis 15 Millionen Euro zu rechnen, die letztlich für eine Verschlechterung der bestehenden Situation ausgegeben würde. In diesem Zusammenhang muss man geradezu von einem potentiellen Millionengrab sprechen. Angesichts der bestehenden Herausforderungen bei der Sanierung unserer Schulen, bei der Integration von Flüchtlingen und der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen wäre die Weiterverfolgung eines solchen unsinnigen Bauvorhabens geradezu unverantwortlich.

Zudem würde die dafür notwendige Errichtung zusätzlicher Ampelanlagen am Berliner Ring und die Reduzierung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 auf 50 Stundenkilometer den Verkehrsfluss auf dem Berliner Ring beeinträchtigen, ohne dass irgendein Vorteil entstehen würde.

Vor diesem Hintergrund stelle ich folgenden Antrag:

Der Vorschlag der Herstellung eines höhengleichen Übergangs über den Berliner Ring im Bereich der Konversionsfläche wird nicht weiterverfolgt und nicht in den Rahmenplan für die Konversion aufgenommen. Stattdessen wird die bestehende Brücke über den Berliner Ring – sofern nötig – für eine Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer angepasst. Dabei sind auch Möglichkeiten einer Verbreiterung und Begrünung des Übergangs im Sinne einer „Grünbrücke“ für einen späteren Ausbauschritt zu prüfen.

Martin Pöhner

FDP-Stadtrat

2 Gedanken zu „Liberale gegen Höherlegung des Berliner Rings

  1. Die FDP hat auch mal recht! zumindest wenn sie gg eine Anhebung d BRings votiert.
    Noch nirgendwo las man/ich aber von einer evtl weiteren/ minimalen/ Tieferlegung, sprich einer Art Tunnellösung, um die Konversion stadtplanerisch/“landschaftlich“ optimal an die Stadt anzubinden, endlich, dh die Trennung per Berliner R aufzuheben? oder hab ich da doch was verpasst?, in all der Kakophonie? Wurde diese Alternative auchmal durchgerechnet?

    • Wenn man soviel Geld ausgeben will, wäre ein Tunnel wirklich erwägenswert.
      Zumal eine Verlangsamung auf dem Berliner Ring zu einer höheren Fahrzeugbelastung pro Stunde führt, was für Anwohner jetzt auch nicht so toll ist.
      Auch muss man berücksichtigen, welcher Verkehr nur durch die schnellstraßenähnliche Funktion auf den Berliner Ring kanalisiert wird, der sonst wieder durch die Stadt, z.B. von der A 70 über das Gewerbegebiet, läuft (was den Anwohnern des Berliner Rings freilich Entlastung brächte).
      Was man da machen will, sollte gut durchdacht sein. Erst Recht, wenn die Maßnahme derart teuer ist.

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