Die maroden Pläne der Bahn sind brandgefährlich

Mitteilung der AG Bahnsinn-Bamberg

Bereits 2014 hat das Baureferat in Zusammenarbeit mit dem Sprecher der Bürgerinitiativen im Rheintal eine Prüfung in Auftrag geben. In diesem Gutachten wird klargestellt, dass die Pläne der Bahn unvollständig und fehlerhaft sind. Schlimmer noch: Sie würden für die Menschen und die Entwicklung der Stadt enorme Gefahrenpotentiale darstellen. Deshalb gehören diese Ergebnisse veröffentlicht.

Aus dieser Prüfung des Verkehrsgutachters der Fa. kcw, Berlin ergibt sich die logische Notwendigkeit einer umfassenden, neutralen Begutachtung aller bislang vorliegenden Planungsvarianten. Nur damit ist eine objektive Empfehlung für die bestmögliche Bamberger Lösung gewährleistet. In weiser Voraussicht hat der Stadtrat für diesen Zweck bereits einen Haushaltsposten beschlossen.

Gerade weil es in den nächsten Jahren um weitreichende Entscheidungen geht, ist es geboten, folgende Aspekte ebenfalls einzubeziehen:

  • bestmögliche Lärmvermeidung für alle Bürger
  • Sicherung des UNESCO Weltkulturerbetitels
  • absoluter Schutz der Erwerbsgärtnerei in Bamberg
  • Flächengewinnung z.B. für einen Busbahnhof im Fall einer „getunnelten Güterzugumfahrung“
  • Einbeziehung der Konversionsflächen in die Planung
  • keine zwangsweise Teilung des Ostteils der Stadt durch Lärmschutzmauern
  • Anbindung des Konversionsgeländes an den Schienennahverkehr
  • ungeklärtes Rettungskonzept, insbesondere hinsichtlich Gefahrgutverkehrs

Diese Punkte sind in den Planungen der Bahn nie berücksichtigt worden. Auch dadurch wird ersichtlich, dass die 20 Jahre alten Pläne der Bahn für ungültig erklärt und aufgehoben werden müssen. Das beste Beispiel dazu liefert die Stadt Fürth. Sie ist bis vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegangen. Und sie da, sie hat gewonnen.

An die Stelle der aufgehobenen Bahn-Pläne muss die Empfehlung des neutralen Gutachterbüros treten. Um diese Lösung gegenüber der Bahn durchzusetzen, soll dieses Sachverständigenbüro danach die Stadt auch während des gesamten Bauprojekts als „Fachberater der Stadt“ begleiten. Nur so können weitere Versuche der Täuschung durch die Bahn unterbunden, bzw. fachgerecht kontrolliert werden.

Die Aussage des Oberbürgermeisters Andreas Starke: „Diese Mauern mache ich nicht mit.“ gibt uns die Hoffnung für eine vernünftige Entscheidung im Sinne der Stadt und der Menschen. In diesem Fall kann die Stadtführung auf eine sehr breite und tatkräftige Unterstützung bauen. Gemeinsam gehen wir dann notfalls bis nach Berlin, denn nur dort wird letztendlich die Entscheidung gefällt.

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