Radverkehrsförderung: Radfahren in Bamberg im Test

Mitteilung der Stadt Bamberg

ADFC ruft zum Fahrradklima-Test 2014 auf – auch die städtische Verkehrsplanung erhofft sich zahlreiche Anregungen  

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) veranstaltet aktuell zum sechsten Mal den bundesweiten ADFC-Fahrradklima-Test. Bürgerinnen und Bürger können so die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte und Gemeinden bewerten. Bambergs Baureferent Thomas Beese: „Je mehr Menschen mitmachen, umso repräsentativer und treffsicherer wird das Ergebnis und die daraus möglichen Schlussfolgerungen – auch für die Radverkehrsförderung in Bamberg.“ Der Aufwand hierzu ist begrenzt. Fünf bis zehn Minuten reichen für den Online-Fragebogen.

„Macht Radfahren in der Stadt Spaß?“, „Werden im Winter die Radwege geräumt?“, „Wo gibt es Konflikte mit Fußgängern oder Autofahrern?“ – diese und andere Fragen stellt der ADFC im Fahrradklima-Test 2014. Radfahrerinnen und Radfahrer in ganz Deutschland können mitmachen, ihre alltäglichen Erfahrungen im Straßenverkehr einbringen und so Impulse für bessere Radfahrbedingungen geben. Beim letzten Test im Jahr 2012 nahmen über 80.000 Menschen teil, 332 Städte wurden bewertet.

Appell aus dem Baureferat

Auch aus Sicht der städtischen Verkehrsplaner im Stadtplanungsamt wird der Fahrradklima-Test 2014 ausdrücklich unterstützt. Baureferent Thomas Beese, beruflich wie privat oft mit dem Rad unterwegs, dazu: „Radler wünschen sich komfortable und sichere Bedingungen. Als Planer erhoffen wir uns möglichst vielfältige Hinweise zur Qualität unserer Angebote. Wir haben in den vergangenen Jahren durch die gemeinsame Arbeit – etwa im Fahrradforum und der Unterstützung von Vereinen und Verbänden – Verbesserungen auf den Weg bringen können. Fahrradfreundlichkeit zum Nulltarif gibt es nicht. Aber gerade in Zeiten knapper Kassen müssen Finanzmittel effektiv eingesetzt werden – die Beteiligung am Test kann dies unterstützen.“

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP). Die aktuelle Umfrage läuft noch bis zum 30. November 2014. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Informationen unter http://www.adfc.de/fahrradklima-test. Die Online-Umfrage kann unter http://www.fahrradklima-test.de  aufgerufen werden.

6 Gedanken zu „Radverkehrsförderung: Radfahren in Bamberg im Test

  1. welche stur einseitig denkende pfeiffe hat denn den test entworfen?

    kann man nicht mal vorher erklären, was bedeutet 1 oder 6?
    sind das jetzt schulnoten oder punkte?

    es ist ja schön, wenn fahrradfetischisten wissen, was gemeint ist. die no-indsider aber sitzen da und sehen nicht, was gut oder schlecht ist.

    völlig wertloser test. am besten ab in die tonne
    oder ganz schnell ne erklärung rein. aber so was von schnell

    • Daß die Wortwahl dringendst einer Nachschulung bedarf, müßte wohl nicht eigens erwähnt werden.

      Nach Eingabe der Grunddaten (Postleitzahl des zu beurteilenden Ortes; Angabe, ob das Fahrrad vorwiegend im Alltag, in der Freizeit oder ausgewogen zu beiden Zwecken benutzt wird) steht eingangs der ersten Bildschirmseite mit den inhaltlichen Fragen:

      „Bitte bewerten Sie auf einer Skala von 1* bis 6**, welche Aussage auf Ihre Stadt oder Gemeinde am ehesten zutrifft. Markieren Sie dazu den entsprechenden Punkt zwischen den gegensätzlichen Aussagen.
      *Aussage auf der linken Seite / **Aussage auf der rechten Seite“

      Das sollte eigentlich allgemeinverständlich sein.

      Die konkreten Aussagen lassen dann recht schnell erahnen, daß die 1 (links stehende Aussage trifft voll zu) eine positive und die 6 (rechts stehende Aussage trifft voll zu) eine negative Bewertung der Fahradfreundlichkeit beinhaltet – das Bewertungsschema also parallel zu Schulnoten aufgebaut ist.

      Ich gehe davon aus, daß nicht nur „Fahrradfetischisten“ des Lesens mächtig und somit in der Lage sind, den Fragebogen zu verstehen.

      Somit muß ich annehmen, daß Herr Mergner auf seine bekannt polemische Art einfach nur von der Bearbeitung des Fragebogens abschrecken will. Angesichts der Benotung Bambergs vor zwei Jahren käme das aber nur denen zupaß, welche das Verkehrsmittel Fahrrad ablehnen und / oder für den aktuellen Zustand verantwortlich sind.

      Zwischen 4+ und 4 hieß es 2012 – und damit deutlich schlechter als beim vorletzten Mal. Sachverhalte, für die die städtische Verkehrspolitik nichts kann – z. B. die kurzen Distanzen innerhalb der Stadt, wodurch die City recht zügig zu erreichen ist -, wirkten sich im Gesamtresultat zu Gunsten Bambergs aus. Anders ausgedrückt: In den Bereichen, welche Stadtverwaltung und Kommunalpolitik verantworten, sieht es noch weit düsterer aus.

      • es muss ja nicht jeder ein hoch gebildeter schönwetterredner sein, oder? und was die wortwahl betrifft, so ist es mir egal ob ich damit anecke. pikierte menschen sind eh nicht mein ding. zuviel koketterie anstatt normalität.

        mag ja sein, dass intelligente menschen so eine benotung erahnen. nur leider fehlen mir ein paar semester, wie sie es mir ja nur allzu gerne vorgeworfen haben.

        was ändert sich daran, wenn man dies vorangestellt hätte. es gibt tausende von fragebögen die genau andersrum aufgebaut sind.

        der bogen erinnert mich an diese überfrachteten briefe des eifrigen fahrradkämpfers h. bönig oder so ähnlich (sorry). auch da muss man den halben brief zerlegen um den inhalt zu verstehen.

        also ehrlich, es bricht sich niemand einen zacken aus der krone so einen hinweis zu machen. ich verspreche ihnen, ich war nicht der einzige „unwissende“.

    • Wer sich die Mühe (?) macht, die zwei einführenden Sätze zu lesen, wird wohl kaum Schwierigkeiten haben, den Test auszufüllen. Da steht doch eindeutig:
      „Bitte bewerten Sie auf einer Skala von 1* bis 6**, welche Aussage auf Ihre Stadt oder Gemeinde am ehesten zutrifft. Markieren Sie dazu den entsprechenden Punkt zwischen den gegensätzlichen Aussagen.
      *Aussage auf der linken Seite / **Aussage auf der rechten Seite“
      Es geht also weder um Schulnoten noch um Punkte, sondern um die tendenzielle Zustimmung zu bestimmten Aussagen.
      Ist das so schwer zu verstehen?

      • für sie natürlich nicht.
        aber klar und einfach ist was anderes. zumindest schaffen es die meisten darauf zu verweisen was plus oder minus ist.
        vielleicht sollte ich ja auch nicht an so vielen rätsel im realen leben teilnehmen? da gibts sogar den hinweis.

  2. Daß die Stadt Bamberg sich Anregungen erhofft, darf getrost in das Reich der Märchen verwiesen werden. Denn Anregungen aus Kreisen der Radfahrer spielen in der konkreten Verkehrsgestaltung nahezu keine Rolle – eher wird das Gegenteil umgesetzt.

    Jüngstes Beispiel ist der sogenannte Fahrradschutzstreifen auf der Pfisterstraße. Zu geringer Abstand zum Parkstreifen – jederzeit droht das u. U. tödliche Risiko einer plötzlich aufgerissenen Autotür. Keinerlei Sicherheitsabstand zur schmalen Kfz-Fahrspur – hochgefährliches Überholen ohne ausreichende seitliche Distanz (die Rechtsprechung verlangt aus gutem Grund 1,5 bis 2,0 m) wird geradezu provoziert.

    Sachliche Argumente laufen bei Stadtverwaltung und Kommunalpolitik ins Leere. Selbst offenkundig rechtswidrige Anordnungen (nahezu alle Radwegbenutzungspflichten in Bamberg) werden nicht hinterfragt – oberstes Ziel ist, dem Autoverkehr vermeintliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Sogar das Unfallgeschehen (gefährlicher Zweirichtungsradweg mit unzureichender Dimensionierung am Regensburger Ring) bewirkt kein Umdenken. Gefahrstellen werden trotz frühzeitiger Warnungen (umlaufender Radweg am Kreisverkehr Wilhelmsplatz) sehenden Auges neu geschaffen.

    Der letzte Fahrradklimatest erbrachte für Bamberg ein schlechtes Ergebnis mit fallender Tendenz. Doch im Verlauf der diesjährigen Fahrradmesse im Mai wurden ausschließlich Kommunalpolitiker aufs Podium geladen – und die beweihräucherten sich, daß es einem schlecht werden konnte. Weder wurde der Klimatest auch nur erwähnt noch waren die den Radverkehr unterstützenden Fachverbände zur Diskussion geladen.

    Auch die neue Stellplatzsatzung belegt den geringen Stellenwert. Trotz vielfacher Anregungen wurden die Fachverbände nicht an der Ausarbeitung beteiligt. Im Ergebnis spielt das Fahrrad weiterhin nur eine Nebenrolle – die Anforderungen beschränken sich auf das Mindeste dessen, was angesichts der Aussagen in der Bayerischen Bauordnung noch so eben einer Rüge von oben entgeht. Fahrradförderung sieht anders aus.

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