Bamberg nun auch „Fairtrade Stadt“

Mitteilung der Stadt Bamberg

Verleihung des Titels „Fairtrade Stadt“ durch TransFair e.V.

Bei einer Feierstunde wurde Bürgermeister Wolfgang Metzner von Hannah Rüther, Referentin der Organisation TransFair e.V., die Ernennungsurkunde für den Titel „Fairtrade Stadt“ überreicht. Bamberg hatte sich im Rahmen der Kampagne „Fairtrade Towns“ erfolgreich um den Titel beworben. Die Kampagne startete bereits im Jahr 2000 in Großbritannien, seit 2009 können sich auch in Deutschland Städte und Kommunen daran beteiligen. Weltweit gibt es mittlerweile über 1.500 Fairtrade-Städte bzw. Fairtrade-Kommunen in 24 Ländern, davon 280 in Deutschland.

Für eine erfolgreiche Bewerbung an der Kampagne mussten insgesamt fünf Kriterien erfüllt sein, die von den Organisatoren der Kampagne, der Organisation Trans Fair e.V., vorgegeben waren. Zum einen musste die Stadt Bamberg die Teilnahme an der bundesweiten Kampagne im Umweltsenat beschließen, verbunden mit der Verpflichtung, dass bei Sitzungen des Stadtrates fair gehandelte Produkte, z.B. Kaffee oder andere Getränke aus fairer Produktion, Verwendung finden. Ferner sollen in einer „Fairtrade Stadt“ mit der Größenordnung Bambergs in mindestens 16 Einzelhandelsgeschäften und 8 Gastronomiebetrieben Produkte und Waren aus fairem Handel im Sortiment angeboten werden. In Bamberg wurde dieses Ziel locker erreicht: In insgesamt 40 Geschäften und 17 Gastronomiebetrieben können in Bamberg Waren aus fairer Produktion erworben oder konsumiert werden.

Des Weiteren sollen in jeweils mindestens einer Schule, Kirchengemeinde und einem Verein Fairtrade-Produkte verwendet werden und entsprechende Bildungsaktivitäten oder Aktionen stattfinden. In Bamberg hatten sich vier Vereine und 14 Kirchengemeinden bzw. kirchliche Organisationen gemeldet, die sich auch mit dem Thema Fairer Handel befassen und ihn vereinsintern praktizieren.

In insgesamt acht Bamberger Schulen werden von Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften faire Waren wie z.B. Kaffee verwendet und das Thema Fairer Handel im Unterricht behandelt. Dabei sind drei Schulen sogar noch einen Schritt weiter gegangen und haben sich im Verlauf des vergangenen Jahres erfolgreich durch die Erfüllung zusätzlicher Kriterien zur „Fairtrade Schule“ qualifiziert: das Eichendorff-Gymnasium als erste bayerische Fairtrade-Schule, die Maria-Ward-Schulen und die Heidelsteigschule.

Initiiert vom Agenda 21-Büro des städtischen Umweltamtes, wurde Bambergs Bewerbung zur Fairtrade Stadt von einer lokalen Steuerungsgruppe koordiniert und begleitet. Diese setzt sich derzeit aus Vertretern des Weltladens Bamberg, des städtischen Agenda 21-Büros, Vertretern kirchlicher Organisationen und Studenten zusammen Hier sind alle Interessierten eingeladen, bei der Fortführung der Kampagne „Fairtrade Towns“ in Bamberg mitzuwirken.

Um Bambergs Bürgerinnen und Bürgern den Einkauf und Konsum fairer Waren zu erleichtern, steht ab sofort der neue Infoflyer „Bambergs Fairführer“ zur Verfügung, der neben kurzen Infos zum Fairen Handel eine Liste Bamberger Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe mit fair gehandelte Produkten im Sortiment enthält. Er ist unter anderem im Rathaus Maxplatz erhältlich.

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