„Geht das auch in schön?“ – die Wette mit Herrn Stieringer zu „Bamberg zaubert“

Christiane Hartleitner
Weinstand "Der kleine Fiesling". Foto: Erich Weiß

Weinstand „Der kleine Fiesling“. Foto: Erich Weiß

Während der Events ist zu beobachten, dass der Anspruch an die Gestaltung unserer Welterbestadt keine Rolle spielt. So geschieht die Platzierung und Gestaltung der Buden meist achtlos, missachtet die Aufenthaltsqualität der Fußgängerzone mit den Platanen und Bänken. Die wenig ansehnlichen Rückseiten der Stände sind gerne vermüllt und auch heuer wieder mit Baustellenzäunen verbarrikadiert. Für die anliegenden Geschäfte ist das eine Zumutung. Auch für uns Anwohner, die wir die Häuser nach stadtgestalterischen und denkmalpflegerischen Gesichtspunkten – bisweilen seit Generationen – herrichten und pflegen. Eben aus jenem Grund habe ich Herrn Stieringer vom Stadtmarketing jene Wette vorgeschlagen: als Anwohnerin am Gabelmann mit einem Weinstand während „Bamberg zaubert“ zeigen, dass dies auch anders geht. Eine besondere Atmosphäre durch ästhetische Standgestaltung könnte sich zu einem Alleinstellungsmerkmal etablieren, das sich vom Einerlei der Buden und Plastikstände abhebt.

Rückwand am Grünen Markt (Ostseite). Foto: Erich Weiß

Rückwand am Grünen Markt (Ostseite). Foto: Erich Weiß

Rückwand am Grünen Markt (Westseite). Foto: Erich Weiß

Rückwand am Grünen Markt (Westseite). Foto: Erich Weiß

Die nach allen Seiten offene Verteiler-Situation an der Rückseite vom Gabelmann bedarf eines sensiblen Umgangs. Mit einem rot-grünen Farbkonzept ordnete sich unser Anwohner-Stand in das Welterbe mit dem barocken Sandstein-Brunnen, den mittelalterlichen Bürgerhäusern und unseren Stadtplatanen ein. Wir haben viele Überlegungen geführt, weder Kosten noch Mühen gescheut. Das erlesene Sortiment lockte Freunde und Besucher abseits der Runmeile.

Doch wir alle haben den Chef des Stadtmarketings, Herrn Stieringer, vermisst. Schließlich haben wir eine Wette laufen. Ich fordere diesen hiermit auf, die Frage „Geht das auch in schön?“ zu beantworten. Gerade wir Anwohner wurden im vergangenen Jahr von der von diesem mittlerweile als Sprecher geführten SPD-Fraktion als „Veranstaltungsgegner“ diffamiert, die mit „ihren Hasstiraden“ die Events grundsätzlich schlecht reden würden. Als Innenstadtbewohnerin darf ich versichern, dass ich das urbane Leben sehr schätze, es mit einer großen Hingabe seit Jahren mitgestalte und meinen Kindern diese Heimatliebe mit auf den Weg gebe. Und hiervon auch nicht abzubringen sein werde. Ein konstruktives Miteinander ist unser Ansinnen.

Als Eventveranstalter kontaktierte Herr Stieringer am Wochenende unsere Nachbarstände am Grünen Markt, doch hinter den Gabelmann kam er nicht – das ist schade. Hätte es doch der Anbeginn einer nachbarschaftlichen Diskussion um die adäquate Nutzung des öffentlichen Raums werden können.

3 Gedanken zu „„Geht das auch in schön?“ – die Wette mit Herrn Stieringer zu „Bamberg zaubert“

    • Sorry, aber der Arme muß sich doch auf das nächste, das Industrieplörre Jazz-Lärmevent vorbereiten!
      Würde er jetzt zugeben, daß man Stände auch vernünftig gestalten kann, wiederspricht dies doch dem Starke/Stieringer-Weiter-so!

  1. Dies Verhalten von Stieringer ist doch nur verständlich:
    Solche offen Stände auf seinen Lärmevents würden ja einerseits Starke / Stieringers letztes Wahlkampfmotto: „Bamberg: Weiter So“ widersprechen. Und andererseits muß ja auch verhindert werden, daß ein einheimisches, ansässiges Geschäft von seinem Lärmevent profitieren würde, welches aber nicht in seinem Stadtmarketing (Abzock-)Verein zahlendes Mitglied ist.

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