Nachtrag zum Bamberger Kunststipendium

Redaktion

Auf facebook stellt der Autor  Peter Braun weitere Besonderheiten des Bamberger Kunststipendiums heraus:

„Zum „Kunststipendium Bamberg“ eine abschließende Anmerkung: Mit ihm ist der Stadt Bamberg ein Pfund in die Hand gegeben, mit dem sie landesweit wuchern kann, denn: Mir ist kein Kunststipendium bekannt, dass grenzüberschreitend von einer Stadt und einem Landkreis im Wechsel vergeben wird, um die eigenen Künstler spartenübergreifend zu fördern, die eine Mehrheit in der Vergabejury stellen, die sich somit nicht überwiegend aus Politikern, Kulturvermittlern und Kulturangestellen zusammensetzt, und durch den zweijährigen Austausch der meisten Jurymitglieder eine einseitige Stipendiumsvergabe weitestgehend ausschliesst.“

Die Pressemitteilung der Stadt Bamberg, die neun Stunden nach Erscheinen unseres Beitrags Das Bamberger Kunststipendium: intelligentes Konzept will Künstler aus Stadt und Land fördern verschickt wurde, nimmt eine Rathaus übliche, eher partei-politische Herausstellung der nachgeordneten Akteure vor. Solch eine Betrachtungsweise nutzt eher der politischen Prominenz und weniger dem Inhalt.

Pressemitteilung der Stadt Bamberg

Stadt und Landkreis fördern heimische Künstler

Kunststipendium auf den Weg gebracht

Landrat Johann Kalb und Bürgermeister Dr. Christian Lange

Landrat Johann Kalb und Bürgermeister Dr. Christian Lange

Mit einem neuen Kunststipendium wollen Stadt und Landkreis Bamberg die heimische Kulturszene fördern. Das Stipendium soll jährlich verliehen werden und 9.000 Euro betragen. „Wir wollen damit in der Region wohnhaften Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, sich einige Monate lang auf die künstlerische Arbeit konzentrieren zu können, um Projekte zu beginnen, fortzusetzen oder fertigzustellen“, so Bambergs Kulturreferent und Zweiter Bürgermeister Dr. Christian Lange. Bereits im Herbst soll das Stipendium erstmals für das Jahr 2015 ausgeschrieben werden.

Der Kultursenat der Stadt Bamberg erteilte am Donnerstag, 24. Juli, den Plänen grünes Licht. Der Kreisausschuss des Landkreises hat das Vorhaben bereits begrüßt, allerdings muss der zuständige Kultur- und Sportausschuss noch zustimmen. Die nächste Sitzung des Ausschusses findet im Oktober statt.

„Mit dem Kulturförderpreis, dem E.T.A.-Hoffmann-Preis und dem Volker-Hinninger-Preis zeichnen wir bereits seit vielen Jahren sowohl verdiente Künstler als auch den künstlerischen Nachwuchs aus. Mit dem Kunststipendium ergänzen wir die Förderung heimischer Künstlerinnen und Künstler um einen wichtigen Baustein“, sagte Lange. „Ich bin Landrat Johann Kalb sehr dankbar, dass er diese Idee bereitwillig aufgegriffen und sofort seine Unterstützung zugesagt hat“.

Ein Gedanke zu „Nachtrag zum Bamberger Kunststipendium

  1. Nur eine kleine Anmerkung zum „Nachtrag“: Die politischen Akteure waren in der Entwicklung des „Kunststipendiums Bamberg“ nicht nachrangig sondern gleichrangig. Ohne das Miteinander von „Kunst und Politik“ wäre das Stipendium wohl nicht auf den Weg gekommen. Zu hoffen ist, dass dieses Miteinander zukunftsweisend sein wird.

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