Lesetipp: Die Bahn muss leiser werden

Redaktion
Güterzug bei der Einfahrt in den Bahnhof. Foto: Erich Weiß

Güterzug bei der Einfahrt in den Bahnhof. Foto: Erich Weiß

Nach Informationen des WDR geht die Bahn nun sukzessive den Umbau der Güterzüge und den Bremsen an: Güterzug mit Flüsterbremsen startet. „In den kommenden sechs Jahren will die Tochter der Bahn, Schenker Rail, all ihre 60.000 Güterwagen mit sogenannten Flüsterbremsen ausstatten. Das wäre rund ein Drittel aller 180.000 Wagen in Deutschland.“ Gegen Ende des Beitrags werden zukünftige gesetzliche Regelungen angesprochen: „Dass sich an der Einstellung der Bahn zum Lärm überhaupt etwas ändert, könnte auch eine Folge neuer gesetzlicher Regeln sein. Fünf Dezibel wird die Bahn bei Neu- und Ausbauprojekten künftig leiser sein müssen als bislang. Dieses Ziel ist nur mit den Flüsterbremsen zu erreichen. Auswirkungen hat das dann auch auf andere Strecken, an denen es keinen besonderen Lärmschutz gibt. Ab 2020 könnten dann sogar alle lauten Güterwagen verboten werden. Das sehen erste Überlegungen der Bundesregierung vor.“

4 Gedanken zu „Lesetipp: Die Bahn muss leiser werden

  1. Bis der Ausbau beginnt, vergehen ja noch viele Jahre, in denen die Bahn Zeit hat, ihre Lärm mindernden Maßnahmen an Bremsen, Gleisbett und Abschirmtechnik zu verbessern, zu genehmigen und zu realisieren.

    Wer dies nicht in Betracht zieht und dennoch blind für eine Bahntrasse durch den Hauptsmoorwald votiert, der handelt grob fahrlässig, ja sogar vorsätzlich naturzerstörend gegenüber dem Hauptsmoorwald, von der Gesundheit der Anwohner des Waldes in Bamberg-Ost, Lichteneiche und Gundelsheim ganz zu schweigen.

    • Lieber „Waldfreund“,
      Sie klingen, als wenn Sie alleine nur den Wald lieben würden. Und das auch noch exclusiv.

      Sie argumentieren genauso fälschlich, wie die Bahnvertreter. Dass es relativ einfach ist, die Strecke im Osten vollständig zu tunneln, ignorieren nur zu gerne. Weil dieses unsinnige Angstszenarion Ihnen wunderbar in den Kram passt. Sie wohnen ja sicher auch dort draußen und nicht an der Bahn.

      Tut mir leid wenn wir von leeren Versprechungen der Bahn und den tollen Möglichkeiten in zig Jahren rein gar nichts mehr halten. JETZT will die Bahn eine Entscheidung! Sobald die Pläne genehmigt sind, ist absolut Schluß mit Änderungen. (das wird auch Coburgs polternde Elite noch merken!)

      Ihre Träume können fatal enden. Deshalb ist es notwendig, dass irgend jemand sachlich korrekt prüft und abwägt. Dazu sind aber weder Sie noch wir qualifiziert. Und schon gar nicht die Bahn und die Stadt! Nur eines wird immer klarer – die Menschen, die Gärtner und die Lebenskultur unserer Region sind dem Ost-Bündnis piep-egal. Die verkaufen ihre heiße Luft als Weisheit des Jahrhunderts. Klar – haften müssen sie ja nicht für diese egoistische Denkweise.

      Wie sonst entstünde wohl der dubiose Vorschlag des Chefs der „Unvernünftigen“:
      „Dann pflanzen wir die verlorenen Bäume eben mitten in die Nordflur rein.“ Danke fürs Gespräch.

      • Lieber organisierter Bahnsinn,

        wer den Wald bedenkenlos abholzen lassen will, kann sich schwerlich als Freund des Waldes bezeichnen.

        Dass eine Untertunnelung erheblich zu teuer ist und ebenfalls mit zig Hektar Naturzerstörung verbunden ist, ignorieren Sie nur zu gerne. Ein Tunnelbau ist viel zu teuer und würde eine fahrlässige Gefährdung der Grundwasserströme in empfindlichen Wald- und Gärtnerbereichen bedeuten. Er würde sicherlich in offener Bauweise geschehen und zunächst einmal eine zig Meter breite Rodung des Waldes auf vielen Kilometern Länge voraussetzen. Natürlich ließe sich der Tunnel nachher wieder begrünen. Doch dieser Bewuchs ist kein Ersatz für die Pflanzen- und Tiergesellschaften des Waldes, die sich über Jahrhunderte dort gebildet haben. Für Sie mag grün gleich grün sein, doch für die Natur ist ein unwiederbringlicher Verlust.

        Ihre Tunnelträume können also fatal enden. Bleiben Sie realistisch und kämpfen Sie für en optimalen Lärmschutz auf der bestehenden Trasse.

        Die Entscheidung ist gefallen – bei der Bahn und bei der Stadt. Nun soll auch das Beste daraus gemacht werden, zum Wohle der Anwohner und auch der Natur.

  2. Der Wille ist da, allein uns fehlt der Glaube.

    Die Waggonindustrie mit rund 120.000 Stück weigert sich beharrlich auf leise umzurüsten. Berichte dazu gibt es mehr als genug (z.B. VTG).

    Solange alles nur freiwillig ist, sind das leere Versprechungen. Zumal die ausländischen Waggons auch noch dazukommen. Um jedoch Wirkung zu erzielen müssten mehr als 90% umgerüstet sein!

    Wer sich blind auf solche Versprechen verlässt, handelt grob fahrlässig. Ja nahezu vorsätzlich gesundheitsgefährdend gegenüber den Bürgern!

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