Vortragsreihe „Bamberg: Militär und Stadt“

Redaktion
um 1900, Infanteriekaserne Kasernenhof. Quelle: Staatsbibliothek Bamberg

um 1900, Infanteriekaserne Kasernenhof. Quelle: Staatsbibliothek Bamberg

„Das Militär ist immer ein spannendes Thema der Stadtgeschichte,“ so die Bamberger Kunsthistorikerin Dr. Gabriele Wiesemann, „und das gilt natürlich umso mehr, wenn eine Konversion ansteht, wie es jetzt in Bamberg der Fall ist.“

Viele Bamberger Familien haben persönliche Erinnerungen an die Garnison ihrer Stadt. Vielleicht war der Großvater noch bei den „Fünfern“ in der Infanteriekaserne an der Pödeldorfer Straße? Oder der Onkel bei den 17er Reitern? Wer in der frühen Nachkriegszeit Kind war, erinnert sich an große „Neger“ unter den amerikanischen Soldaten und an geschenkte Süßigkeiten.

Nach über 120 Jahren endet die militärische Nutzung der Kasernen im Osten der Stadt. Mehrere Kasernen und die Muna werden überplant. Doch welche Kasernen sind es, aus denen jetzt ein neuer Stadtteil entstehen soll? Für welche Regimenter wurden sie einmal gebaut? Wie war die Beziehung zwischen Militär und Stadt?

1957, Parade U.S. Army in Bamberg. Quelle: Stadtarchiv-Bamberg

1957, Parade U.S. Army in Bamberg. Quelle: Stadtarchiv-Bamberg

In einer Vortragsreihe, die an der Universität Bamberg stattfindet, werden verschiedene Aspekte der Bamberger Militärgeschichte besprochen. Die Vorträge im Einzelnen:

8. Mai 2014

Dr. Gabriele Wiesemann, Bamberg
Funktion und Symbol. Über die Baugeschichte der Kasernen im Osten Bambergs ab 1890.

22. Mai 2014

Dr. Ingrid Mayershofer, München
Die Bamberger „Fünfer“: Das Regiment und seine Beziehungen zur Stadt im Kaiserreich.

5. Juni 2014

Dr. Johanna Blokker, Bamberg
Architektur als Medium amerikanischer Kulturdiplomatie in Deutschland nach 1945: Die Dominikanerkirche in Bamberg.

3. Juli 2014

PD Dr. Christian Müller, Potsdam
GIs und Einheimische. Die U.S. Army in Bamberg während des Kalten Krieges.

10. Juli 2014

Prof. Dr. Sabine Freitag, Bamberg
Militär und politischer Systemwechsel. Bamberg in Krise und Übergangszeit nach dem Ersten Weltkrieg.

Die Vorträge sind jeweils Donnerstags, Beginn 18.15 Uhr. Sie finden statt im Hörsaal 00.25 der Universität Bamberg, An der Universität 2 (hinter der Martinskirche). Die Vorträge sind öffentlich und kostenlos.

Die Vortragsreihe „Bamberg: Militär und Stadt“ wird organisiert von Dr. Gabriele Wiesemann, Kunsthistorikerin in Bamberg, und Prof. Dr. Sabine Freitag, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bamberg.

Sie wird veranstaltet in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg e.V., dem Bürgerverein Bamberg-Mitte e.V. eV. und dem Historischen Verein Bamberg e.V.

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