Gentechnikfutter für Hühner – der VSB protestiert

VerbraucherService Bayern im KDFB e.V.

Viele Hühner- und Putenmästereien steigen um und füttern wieder mit gentechnisch verändertem Soja. Der Verbraucher kann das nicht erkennen und eine Wahlfreiheit hat er deshalb auch nicht. Das sind aber die zentralen Forderungen, die der VerbraucherService Bayern schon lange stellt.

Gentechnikfreies Futtermittel sei nur noch schwer zu bekommen, beklagt die deutsche Geflügelwirtschaft. Außerdem würden die Preise immer weiter steigen. Deshalb entschied der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft künftig wieder gentechnisch verändertes Soja zu verfüttern. Das heißt, die Verbraucher müssen davon ausgehen, dass im Sommer Tiere die mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurden, in den Handel kommen.

In der gesamten EU müssen gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden. Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht bestehen bei tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milch und Eiern, wenn die Tiere Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen erhalten haben. Genau das machen sich die Hühner- und Hühnereierproduzenten zunutze. Der Verbraucher kann es nicht erkennen.

Deshalb fordert der VerbraucherService Bayern eine Kennzeichnung, wenn gentechnisch verändertes Futter verwendet wird.

Vor vierzehn Jahren hat die Geflügelwirtschaft erklärt, dass sie ausschließlich gentechnikfreies Futter verwenden wird. Dies kam auf Druck von Fast Food-Ketten, von Lebensmittelhändlern und NGOs zustande. Der VSB appelliert an den Handel sich hier für den Verbraucher einzusetzen und nur gentechnikfreies oder gekennzeichnetes Fleisch zu verkaufen. Allerdings ist es tatsächlich so, dass gentechnikfreies Futter teuer ist. Der Verbraucher sollte diesen Aufwand auch honorieren und sorgfältig gemästete Hühner kaufen. Das kann er aber nur bei einer entsprechenden Kennzeichnung.

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