Demo für und wider Windkraft vor dem kleinen Parteitag der CSU an der Konzerthalle

Redaktion
Windkraftbefürworter vor der Konzerthalle beim kleinen Parteitag der CSU. Foto: Erich Weiß

Windkraftbefürworter vor der Konzerthalle beim kleinen Parteitag der CSU. Foto: Erich Weiß

Windkraftbefürworter und -gegner nutzten die samstägliche Morgenstunde (15.2.) am kleinen Parteitag der CSU in der Bamberger Kongresshalle, um jeweils ihre Ansichten zu demonstrieren. Immerhin wurde die gesamte Parteiprominenz in Bamberg erwartet, eine gute Gelegenheit den Ministerpräsidenten Horst Seehofer, aber auch allen Ministern und dem Parteivolk die eigenen Argumente nahe zu bringen. Zu übersehen waren die plakativen Argumente der beiden Seiten nicht. Mittlerweile hat die SZ in ihrem Online-BeitragVon Wolke sieben ins Gewitter“ ergänzt, dass Lisa Badum bei den Grünen ist, was in der Druckausgabe noch fehlte. Sie übergab Ministerpräsident Seehofer einen offenen Brief mit der Aufforderung „Retten Sie die Energiewende“.

Windkraftgegner vor der Konzerthalle beim kleinen Parteitag der CSU. Foto: Erich Weiß

Windkraftgegner vor der Konzerthalle beim kleinen Parteitag der CSU. Foto: Erich Weiß

Der Parteitag der CSU sollte ja vor allen Dingen die anstehende Kommunalwahl im März 2014 ins Blickfeld rücken. Durch den Rücktritt von Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich könnte sich dieser Fokus verschoben haben. Das Thema Energieerzeugung in und für Bayern bedarf unabhängig von anstehenden Wahlen eine für Land und Menschen sachliche Diskussion und in der Folge eine weise Entscheidung der Landesregierung.

Sicherheitszone zwischen Windkraftbefürwortern und -gegnern vor der Konzerthalle beim kleinen Parteitag der CSU. Foto: Erich Weiß

Sicherheitszone zwischen Windkraftbefürwortern und -gegnern vor der Konzerthalle beim kleinen Parteitag der CSU. Foto: Erich Weiß

Ein bisschen erinnerte die Szenerie vor der Kongresshalle an die Situation in Fußballstadien. Widersprechende Fanblocks wurden deeskalierend von der Polizei getrennt und hinter Absperrbänder verwiesen. Natürlich auch um den vorfahrenden Ministern und dem Ministerpräsidenten, aber auch den anderen teilnehmenden Parteitagsbesuchern ungehindert den Zutritt zu ermöglichen. Die Stimmung war dennoch recht aufgeheizt. Mit Megaphonen und Musikgruppen wurde versucht, die gegnerischen Wortbeiträge in einem Lärmbrei untergehen zu lassen. Wollten dennoch Passanten nachfragen, wurden diese von der einen Seite schnell als „Ökokapitalisten“ beschimpft. So vergab man sich die Möglichkeit, die eigene Position mündlich weiterzugeben. Ein Brief könnte gelesen werden. Friedlich lösten sich  die Demonstrationen auf, nachdem die Prominenz hinter der Eingangstür der Kongresshalle verschwunden war.

2 Gedanken zu „Demo für und wider Windkraft vor dem kleinen Parteitag der CSU an der Konzerthalle

  1. Campact organisiert nach Eigenaussage „Kampagnen für eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und friedliche Gesellschaft“ :-) und hat auch gar kein Problem damit, Stimmen mal doppelt zu zählen wie neulich in Freiburg, wenn’s sonst nicht reicht. Da hilft es auch nicht, das Wörtchen „repräsentativ“ beizulegen.
    Man mag zu Herrn Seehofer stehen wie man will, aber er erkennt Trends in einer frühen Phase recht gut und weiß genau:
    Die Zustimmung zu Windrädern in unmittelbarer Nähe von Wohnsiedlungen sinkt mählich, und trotz aller Ermahnungen und inflationärem Gebrauch des Wortes „retten“ :-) schrumpft die Anzahl der Menschen, die die Energie „wenden“ möchten, noch dazu auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit oder Lebensqualität.

    Echter Umweltschutz sieht anders aus – weder ist er „grün“ noch mit Windrädchen alleine zu bewerkstelligen.

  2. Mal sehen, wie schnell sich Horst Drehhofer wieder dreht, denn:

    Die Menschen in Bayern sind einer Umfrage zufolge deutlich aufgeschlossener für den Ausbau der Windenergie als die von der CSU geführte Landesregierung.
    Insgesamt 76 Prozent der Bayern und sogar 77 Prozent der CSU-Anhänger sind für einen verstärkten Ausbau der Windkraftanlagen im Freistaat, ergab die am Freitag von dem Kampagnennetzwerk Campact veröffentlichte repräsentative Umfrage von TNS Emid. CSU-Chef Horst Seehofer hatte hingegen zuletzt von seinem Kabinett deutlich verschärfte Abstandsregeln für Windkraftanlagen auf den Weg gebracht. Nach Auffassung von Kritikern könnte dies den Ausbau der Windenergie in Bayern zum Erliegen bringen.
    https://www.n-tv.de/ticker/Seehofers-Energiekurs-stoesst-auf-Ablehnung-article12320796.html

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