Mathias Eckardt zum DGB-Regionsgeschäftsführer gewählt

Pressemeldung DGB-Region Oberfranken West

Auf der Bezirkskonferenz des DGB Bayern wurde der bisherige Regionsvorsitzende für Oberfranken-West, Mathias Eckardt, zum neuen Regionsgeschäftsführer des DGB für die Region Oberfranken gewählt. Er erhielt 98 Stimmen der 100 anwesenden Delegierten.

Die 100 Gewerkschaftsdelegierten des DGB Bayern haben auf ihrer Bezirkskonferenz in Augsburg Mathias Eckardt zum neuen Regionsgeschäftsführer für die DGB Region Oberfranken gewählt. Der 49jährige bisherige DGB Regionsvorsitzende für Oberfranken-West erhielt dabei 98 Stimmen aller anwesenden Delegierten.

Vor der Wahl der neuen 8 Regionsgeschäftsfüher_innen im DGB Bayern stellten sich die Bewerber den Delegierten vor. Neben dem persönlichen Werdegang, stand vor allem die Gewerkschaftsarbeit in den Regionen im Mittelpunkt dieser Vorstellungsrunde.

Eckardt berichtete vom heftigen Strukturwandel den die Region nach der Grenzöffnung überstehen musste. „Besonders die Textil- und Porzellanindustrie ist bis auf einige Betriebe fast vollständig weggefegt oder verlagert worden. Dies sei auch ein Grund dafür, dass das Thema Rechtsextremismus leider ein allgegenwärtiges ist.“

„Das die relativ günstigen Lebenshaltungskosten in Oberfranken dazu benutzt werden, vergleichsweise niedrige Löhne und Gehälter zu bezahlen, ist eine „Milchmädchenrechnung“, die nicht aufgehen kann“. bekräftigte Eckardt.

Weiter betonte er, „dass die Gewerkschaften in Oberfranken der weiteren Verbreitung von Leiharbeit und Niedriglöhnen nicht tatenlos zusehen werden, da sonst die Themen Fachkräftemangel und Demographie die Region langfristig ins Abseits führen werden.“

Obwohl Oberfranken mit ca. 300.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die Region mit der zweithöchsten Industriedichte in der Europäischen Union ist, muss für die Beschäftigten mehr getan werden als mit günstigen Lebenshaltungskosten von Seiten der Wirtschaft zu werben.

Eckardt meinte dazu: „Das klare Zukunftsperspektiven insbesondere für junge Menschen sowohl im Privat- als auch im Arbeitsleben in einer Region angeboten werden müssen. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse beschleunigen eine Abwanderung in die Ballungszentren. Nur mit der weltweit höchsten Brauerei-, Metzgerei- und Bäckereidichte, lassen sich keine Fachkräfte für Oberfranken gewinnen bzw. dort halten.“

Abschließend betonte Eckardt, „das der DGB-Geschäftsführer zusammen mit seinen ehrenamtlichen Kreisverbänden auch in der Zukunft für gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit in der Region Oberfranken kämpfen wird und das jeden Tag aufs Neue.“

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