Schneller Fahndungserfolg der Bamberger Brandermittler

BAMBERG. Dank intensiver Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bamberg konnten die Verursacher des Großbrandes an einem Mehrfamilienhaus im Babenbergerring am vergangenen Sonntagmorgen jetzt gefasst werden. Gegen die Brandstifter erging Haftbefehl.

Der Brand war in der Nacht zum Sonntag, gegen 3.45 Uhr, im Erdgeschoss des Anwesens ausgebrochen. Das Feuer zerstörte ein Sonnenstudio komplett. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 45.000 Euro. Nur durch Glück kam es zu keinem Personenschaden. Einsatzkräfte evakuierten das mehrstöckige Anwesen rechtzeitig.

Die Ermittlungen am Tatort ergaben, dass Brandbeschleuniger zum Einsatz kam. Ein aufgefundener Kanister führte die Ermittler schließlich auf die Spur eines 23-jährigen Bambergers und dessen 31-jährigen Verwandten. Obwohl die beiden Männer die Tatausführung offensichtlich intensiv geplant hatten und sich sogar ein Alibi verschafften, konnten sie den treffsicheren Ermittlungsergebnissen am Ende kaum mehr etwas entgegen setzen. Der 23-Jährige legte schließlich ein umfangreiches Geständnis über die gemeinsame Tatausführung mit seinem Onkel ab. Auch die im Vorfeld des Brandes festgestellten Schmierereien an der Schaufensterscheibe des Solariums und an nebenliegenden Geschäftsräumen gehen demnach auf das Konto der Brandstifter. Am Donnerstag klickten nach diversen Durchsuchungsaktionen die Handschellen und die Männer konnten festgenommen werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ der Ermittlungsrichter am Freitagmittag gegen die Männer Haftbefehl. Beide sind nun in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht und müssen sich wegen schwerer Brandstiftung verantworten.

Der Leiter der Staatsanwaltschaft Bamberg – Leitender Oberstaatsanwalt Bardo Backert – hebt in diesem Zusammenhang die akribische und außerordentlich erfolgreiche Fahndungsarbeit der Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Bamberg lobend hervor, ohne die das gravierende und außerordentlich gefährliche Verbrechen nicht hätte aufgeklärt werden können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.