Alte und neue Energien sollen neun Sitze bringen – Die Grün-Alternative Liste GAL stellte ihre Stadtratsliste für die Wahl 2014 auf

Mitteilung der GAL-Bamberg

GAL Stadtratskandidaten der Plätze 1 bis 12

Mit einem Kleeblatt aus alt-bewährten und jung-frischen Kräften an der Spitze zieht die Grün-Alternative Liste GAL in die nächste Kommunalwahl – so entschied das GAL-Plenum bei der Aufstellungsversammlung am 24. Oktober. Mit der Architektin Ursula Sowa und dem Betriebswirt und Kommunalexperten Peter Gack stehen die wohl bekanntesten Bamberger Grünen auf Platz 1 und 2 der GAL-Liste. Dahinter folgen zwei noch eher unbekannte Gesichter: Die 29-jährige Magdalena Mayer, die in Bamberg Romanistik studierte und jetzt als Fremdsprachenlehrerin arbeitet, ehrenamtlich engagiert bei der erst kürzlich mit dem „Preis für Zivilcourage“ ausgezeichneten Initiative „Freund statt fremd“ und derzeit GAL-Vorstandsmitglied. Auf Listenplatz 4 kandidiert Tobias Rausch, der zum Pädagogik-Studium nach Bamberg kam und nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Bildungsforschung an der Universität tätig ist. Seine Schwerpunkte liegen in der Verkehrs- und Bildungspoltik.

„Diese Mischung aus Jung und Alt ist ein Signal“, meint die Listenanführerin Ursula Sowa, „die GAL setzt bewusst auf neue, unverbrauchte und kreative Energie in Verbindung mit Erfahrung und Kontinuität.“

Wie bei der Aufstellungsversammlung deutlich wurde, haben sich die Grünen ein klares Ziel gesetzt: Nachdem sie 2008 sieben Mandate errangen und bis dahin in jeder Wahlperiode einen Sitz zulegen konnten, wollen sie diesmal mit neun StadträtInnen ins Kommunalparlament einziehen. Dieses Ziel mag durchaus realistisch sein, immerhin konnten die Grünen – entgegen dem landes- und bundesweiten Trend – bei den Wahlen im September in Bamberg ihren Stimmenanteil beachtlich steigern.

Die Liste ist auch sonst eine bunte Mischung. Als jüngste Kandidatin steht die 18-jährige Abiturientin Judith Edelmann aus Bamberg neben ihrem ältesten, 71-jährigen Listenkollegen Prof. Carsten Jonas, Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer, vielen noch bekannt als Baureferent der Stadt Bamberg in den 1980er Jahren. Zwei Migrantinnen gehen für die GAL ins Rennen: Besaret Penzkofer, Sozialarbeiterin und Leiterin des AWO-Migrationssozialdienstes, die als Kind mit ihren Eltern aus der Türkei nach Deutschland kam, und Batoul Khorami, gelernte Hebamme, jetzt beruflich als Demenzpflegerin tätig und ehrenamtlich beim Mütterzentrum Känguruh engagiert, die aus dem Iran stammt und vor 15 Jahren nach Bamberg übersiedelte. Wie bei den Grünen satzungsgemäß vorgeschrieben, ist die Liste quotiert, so dass die Hälfte der Listenplätze mit Frauen besetzt ist.

Neben Sowa und Gack treten auch die meisten amtierenden Stadtratsmitglieder wieder auf den aussichtsreichen vorderen zwölf Plätzen an: Kiki Laaser (5), Wolfgang Grader (8) und Andreas Reuß (12). Lediglich Ulrike Heucken, bekannt vom Bürgerverein-Sand und als Sandkerwa-Organisatorin, verabschiedet sich aus beruflichen Gründen aus dem Stadtrat und kandidiert 2014 nach zwölf Jahren nicht mehr. Für die Grünen bleibt sie jedoch weiter im Bezirkstag Oberfranken aktiv.

Erneut in den Stadtrat zieht es die Bio-Gärtnerin Gertrud Leumer, Inhaberin der Kräutergärtnerei Mussärol in der Nürnberger Straße und vielfach für den Erhalt der Gärtnerstadt engagiert. Sie vertrat bereits von 1996 bis 1999 die GAL und kandidiert nun auf Platz 7. Sie könnte in der nächsten Fraktion auf Petra Friedrich stoßen, die wiederum als Leumers Nachfolgerin in den Stadtrat nachrückte und dort bis 2008 grüne Politik vertrat. Die Bautechnikerin ist nach längerer Auszeit zwecks Berufsfortbildung derzeit wieder im GAL-Vorstand aktiv und wurde auf den neunten Listenplatz gewählt.

Weitere KandidatInnen auf vorderen Plätzen sind der Amtsrichter Ralf Dischinger, bekannt als Kopf der Bürgerinitiative zur Rettung der Michelsberger Streuobstwiesen, Helmut Schubert, kommunal engagierter Verkehrspolitiker mit besonderer Sachkompetenz für Bahnverkehr, sowie Karen Stein, Lehrerin an der Realschule Scheßlitz und der Berufsschule Bamberg, die besonders bei der Kampagne „Veggie-Donnerstag“ und dem Projekt „Interkultureller Garten“ aktiv beteiligt ist.

Alle 44 KandidatInnen der GAL-Liste werden auf www.gal.bamberg.de ausführlich vorgestellt – direkter Seitenzugang.

3 Gedanken zu „Alte und neue Energien sollen neun Sitze bringen – Die Grün-Alternative Liste GAL stellte ihre Stadtratsliste für die Wahl 2014 auf

  1. Von einem Online-Medium würde ich mir eigentlich eine zeitnahe Berichterstattung erwarten. Seit der Aufstellungsversammlung sind jetzt bereits fast zwei Wochen vergangen!

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