Autos auf Bamberger Radwegen: Total-Blockade auf der Westseite der Langen Straße

Redaktion

Nichts geht mehr auf der Langen Straße, wenn morgens die Schülerinnen und Schüler unterwegs sind. Totalblockade durch Lieferfahrzeuge. Ständig. Sagen die Kinder selbst.
Auf der Westseite der Langen Straße verläuft der Radweg in Richtung Franz-Ludwig-Gymnasium. Hier fahren auch diejenigen, die über die Willy-Lessing-Straße zum Bahnhof wollen, oder zum Eichendorff-Gymnasium, oder zur Blauen Schule. Auch diese Schulen werden von Tausenden Kindern besucht, viele von ihnen fahren über die Lange Straße.

Oder besser gesagt: sie würden über die Lange Straße fahren, wenn es nur möglich wäre

Lesen Sie dazu eine Stellungnahme der Eltern: „Unsere Kinder haben uns gebeten, mal morgens vor acht Uhr an der Langen Straße zu sein. Das ist die Uhrzeit, zu der die Kinder mit dem Rad in die Schule fahren wollen. Der Radweg ist notorisch verstopft. Er ist zugeparkt, zugeparkt, zugeparkt. Auf der Westseite der Langen Straße ist die Radweg/Gehweg-Kombination besonders schmal. Wenn dort ein Lieferfahrzeug steht, ist alles dicht. Besonders gerne stehen die Fahrzeuge auf dem Radweg. Den Gehweg nehmen sie dann als Entladezone. Da stehen dann Bierkästen, Sackkarren etc. Dort kann man auch nicht entlang. Dort laufen ja auch Fußgänger. Wenn die Kinder ausweichen wollen, müssen sie nach links auf die Straße. Dort kommen ihnen Busse entgegen, breite Müllfahrzeuge und viele, viele Autos.

Kinder werden zum Radfahren in der Fußgängerzone gezwungen

Die Kinder wissen sehr wohl, dass das gefährliche Situationen sind. Sie wissen, dass sie nicht ohne Schutzzone frontal auf Busse zufahren sollten. Und unsere Kinder sind pragmatisch. Sie fahren einfach durch die Fußgängerzone. Ist zwar nach 10:30 Uhr verboten, aber wenigstens nicht lebensgefährlich. So wie der Versuch, den verstopften Radweg an der Langen Straße benutzen zu wollen.
Was wir Eltern uns fragen: wie erklären wir das unseren Kindern? Sollen wir mit ihnen schimpfen, wenn sie erzählen, warum sie morgens durch die Fußgängerzone geradelt sind? Oder sollen wir sie loben, weil sie den gefährlichen, weil zugeparkten Radweg vermieden haben?

Kinder wollen sich an Regeln halten, die Stadt ermöglicht es ihnen nicht

Die Kinder würden den Radweg benutzen. So wie sie es sollen. Sie wollen sich ordnungsgemäß im Straßenverkehr bewegen. Nur leider: sie können es gar nicht. Es ist ihnen nicht möglich. Unseren Kindern ist es nicht möglich, sich ordnungsgemäß im Straßenverkehr zu verhalten. Und hier muss man deutlich sagen: wenn die Stadt Bamberg mit dem PÜD sich nicht darum kümmert, dass die Radwege auf dem Schulweg unserer Kinder frei sind, dann ist sie verantwortlich, wenn die Kinder ungefährliche Alternativen suchen. Und zum Beispiel durch die Fußgängerzone radeln.
Und wir schließen ein Frage an die Polizei an, die zur Zeit die Radlerinnen und Radler kontrolliert: Welches Kind, das durch die Fußgängerzone radelt, tut das aus purer Not, weil es nämlich die vorschriftsmäßigen Radwege nicht benutzen kann?“

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Wild-West-Parken in Bamberg: die Lange Straße, Westseite

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Stellen Sie sich vor, Sie sind zehn Jahre alt. Im Juli haben Sie die Fahrradprüfung gemacht. Jetzt, nach den Sommerferien, sind Sie in der 5. Klasse. Erstmals fahren Sie alleine mit dem Rad zur Schule. Sie sind aufgeregt, Sie wollen alles richtig machen. Und hier?

Und hier? Schon wieder?

Und hier?

Wer so kleine, alte und klapprige Autos fährt, kann kein Geld für die Tiefgarage am Geyerswörth ausgeben, er wäre sofort finanziell ruiniert. Da müssen auch Kinder Verständnis haben.

Ein Gedanke zu „Autos auf Bamberger Radwegen: Total-Blockade auf der Westseite der Langen Straße

  1. Die Lange Straße ist einer der schlimmsten Straßen für Radfahrer. Nicht nur an dieser Stelle wird der Radweg gerne zu geparkt. Dies gilt eigentlich für die gesamte Lange Straße. Und wenn einem mal kein Auto im Weg steht sind es achtlose Fußgänger die aus heiterem Himmel auf den Radweg treten, wenn sie nicht eh die ganze Zeit hierüber laufen. Ich weiß nicht wie oft ich schon eine Vollbremsung tätigen musste oder in letzter Minute einem Fußgänger noch ausweichen konnte.

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