Deutsche Bahn AG legt Konzept zur ICE-Trasse vor

Kurz vor dem geplanten Treffen der Deutsche Bahn und des Koordinierungskreises Bahnausbau Bamberg am 19. April erscheint eine Einigung zum ICE-Ausbau mehr als fraglich. Zeigte sich die AG Bahnsinn Anfang Februar noch vorsichtig optimistisch aufgrund der schrittweisen Erfolge, so muss nun der Einfluss auf die Entscheidungsfindung in diesem heiklen Thema seitens der Bamberger Bürger angezweifelt werden.

Deutsche Bahn AG plant Präsentation der ICE-Trasse

Die Deutsche Bahn AG scheint ein Konzept zur ICE-Trasse entwickelt zu haben, dass in den Gesprächen am 19. April vorgestellt werden soll. Konkret sieht die Deutsche Bahn AG vor, den von ihr vorgeschlagenen Entwurf des viergleisigen Ausbaus durchzusetzen. Somit werden zwei weitere Gleise östlich des bestehenden Gleisnetzes angebaut. Der DB-Entwurf (Variante 1) wird dabei als Grundlage genommen, weitere Details sollen in der Sitzung am 19. April erläutert werden. Zudem strebt die Deutsche Bahn AG eine Vorverlegung des Baubeginns auf Mitte 2015 an. Somit könnte die neue Trasse bereits 2016 Ende in Betrieb genommen werden und die neue Achse Nürnberg-Berlin effizienter genutzt werden.

Die in der Zwischenzeit diskutierten anderen Vorschläge seien nicht umsetzbar, so wird aus Bahnkreisen berichtet. Die Tieferlegung der Gleise beispielsweise würde die Gärtnerviertel vor erhebliche Probleme stellen, was man seitens der Deutschen Bahn AG nicht verantworten möchte. Auch die Ostumfahrung, die einen erheblichen Einschnitt in die Bamberger Umwelt durch die Abholzung des Hauptsmoorwaldes bedeuten würde, ist aus zweierlei Gründen vom Tisch: Einerseits ergäbe sich so eine unnötige Verlängerung des Streckenverlaufs und der Fahrzeit für die Güterzüge, andererseits ist mit erheblichen Mehrkosten bei dieser Variante zu rechnen, die nicht auf die Bamberger Bürger umgewälzt werden sollen.

Deshalb entschied sich die Deutschen Bahn AG, den Gärtnervierteln und dem Hauptsmoorwald den Vorrang zu geben, wenngleich dadurch ein Entzug des Titels Weltkulturerbe durch die UNESCO in Kauf genommen wird. Getreu dem Motto: Irgendeinen Tod muss man sterben!

Bamberger dürfen über Lärmschutzmauern entscheiden

Durch die Variante würden die für den Lärmschutz erforderlichen Mauern notwendig. Per Volksentscheid sollen sich jedoch die Bamberger Bürger positionieren. Somit treffen sie die Entscheidung, ob sie den Lärmschutz (samt Mauern) bauen lassen möchten oder gänzlich auf ihn verzichten, um den Erhalt des Weltkulturerbestatus und der Sichtachse nicht zu gefährden. Erst dann möchte sich die Deutsche Bahn AG zu der Höhe der Lärmschutzmauern äußern.

Gleichzeitig könnte Bewegung in die Frage des Grundstücks für den Regionalbahnhof kommen. Sollten die Bamberger sich für den Lärmschutz entscheiden, könnten die Kosten für die Mauern mit dem Grundstück verrechnet werden und somit die Kosten für den Ausbau konstant gehalten werden.

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