Sternmarsch mit Großkundgebung am 22.3.2013 um 17 Uhr vor dem Plärrerplatz

Heinz Jung, Bund Naturschutz Bamberg

„Wir sind nicht die Schmuddelkinder!“

Im Bamberger Osten und den umliegenden Gemeinden regt sich massiver Widerstand gegen die drohenden Verschlechterungen der Lebensqualität. Unterstützt in ihrem Protest werden die Bürgerinnen und Bürger von den drei großen Umweltverbänden Bund Naturschutz (BN), Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem Verkehrsclub für Deutschland (VCD).

Für Heinz Jung vom BN steht fest: „In Bambergs Osten wird anscheinend eine neue Schmuddelecke für lärmintensive Verkehrsprojekte geplant.“

Neben den Belastungen durch die Autobahn kommen aktuell massive Beeinträchtigungen durch die Bautätigkeit bei der Broseansiedlung dazu.

Dies ist nicht mehr zu verhindern und wird in dem bisher öffentlich bekanntem Ausmaß akzeptiert. Somit wird durch den Widerstand die Verschiebung der Arbeitsplätze nach Bamberg nicht verhindert.

Große Sorgen bereitet aber die Weigerung der Behörden (Stadt Bamberg, Reg. von Oberfranken), die Restflächen am Flugplatz unter Naturschutz zu stellen. Martin Wölker (LBV) kann dies nicht nachvollziehen: „Die hohe Schutzwürdigkeit der Flächen, ein Hot-Spot der Artenvielfalt, wird auch von den Behörden nicht angezweifelt.“

Deshalb stehen folgende Fragen bei der Großkundgebung am kommenden Freitag im Raum:

  • Gibt es weitergehende Planungen am Flugplatz, von denen bisher in der Öffentlichkeit nichts bekannt ist?
  • Müssen die Anwohner mit einer massiven Ausweitung des Flugverkehrs mit immenser Lärmbelästigung in der Zukunft fürchten?
  • Warum wird kein striktes Nachtflugverbot ausgesprochen? Sollen hier Nachtflüge durchgeführt werden, die in Nürnberg derzeit nur sehr eingeschränkt möglich sind?
  • Geht es bei den Trassenplanungen für die Güterzüge durch den Hauptsmoorwald auch um ein Anschlussgleis für den neuen Brose-Standort?

Die Veranstalter sind sich sicher: „Ruhe wird erst einkehren, wenn alle Fragen beantwortet sind!“

Zusammen mit vielen örtlichen Initiativen werden die Naturschutzverbände in Bamberg deshalb am kommenden Freitag (22.3.) um 17 Uhr ein erstes klares und deutliches Zeichen des Widerstands setzen.

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