Haftbefehl nach Ermittlungen in der Reinigungsbranche

Hauptzollamt Schweinfurt

Komplexe Fallermittlungen der Staatsanwaltschaft Würzburg und des Zolls zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung in der Reinigungsbranche führten vergangene Woche in Würzburg zum Vollzug eines Haftbefehls. Beamte des Hauptzollamts Schweinfurt nahmen am 4. März einen 56-jährigen Beschuldigten fest.

Der Tatverdacht gründet sich auf die Auswertung von Beweismitteln, die Ende 2011 bei bundesweiten Durchsuchungsmaßnahmen sichergestellt wurden. Im Tatzeitraum agierte der Verdächtige als Unternehmensverantwortlicher mehrerer bundesweit tätiger Reinigungsgesellschaften klinischer Einrichtungen. Ihm wird zur Last gelegt, Arbeitsentgelt in Form von Sozialversicherungsbeiträgen vorenthalten, veruntreut sowie gegen gesetzlichen Mindestlohnbestimmungen und Aufzeichnungspflichten verstoßen zu haben.

Die Höhe des mutmaßlichen Schadens für die Sozialkassen liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand im Millionenbereich. Der Haftbefehl wurde beim Amtsgericht Würzburg erwirkt. Nach der Vorführung und mit Entscheidung des Haftrichters verbleibt der Beschuldigte weiter in Haft.

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