Offener Brief der Vertreter_innen der Studierenden an die Universitätsleitung

Vertreter_innen der Studierenden

Sehr geehrte Damen und Herren,

im neuen Studierenden-Service-Center sind von der Immatrikulation bis hin zur Exmatrikulation alle wichtigen Ansprechpartner_innen unter einem Dach vereint. Nur für die Studierenden selbst war leider kein Platz mehr.

Die feierliche Übergabe des Schlüssels am 26. Februar zu dieser neuen Einrichtung fand in den ehemaligen Räumen der Studierendenvertretung statt. Dazu waren auch Vertreter_innen der Studierenden eingeladen. Im Gespräch mit der Mitarbeiterin der Uni-News gaben sie ihrer Unzufriedenheit darüber Ausdruck, dass die Studierendenvertretung es nicht Wert ist, einen Platz in der zentralen Anlaufstelle zu erhalten. Noch bei Baubegin wurde dies zugesagt. Der verfälschten Darstellung der Uni-News darüber, dass die studentische Senatorin als Vertreterin der Studierenden die Umsetzung der Einrichtung begrüßt, widersprechen wir.

Seit über zwei Jahren befindet sich das Büro der Studierendenvertretung in einem Hinterhof der Dominikanerstraße. Die Räumlichkeiten sind heruntergekommen, der Zugang ist äußerst schwer zu finden, nicht barrierefrei und nur mit Schlüssel möglich. Erst kurz vor Fertigstellung des Service-Centers wurde der Studierendenvertretung mitgeteilt, dass dies keine Zwischenlösung bleibt, sondern wohl zum Dauerzustand wird.

Das fügt sich in eine Reihe von Vorfällen ein, die wir in ihrer Gesamtheit als demonstrative Geringschätzung studentischer Mitbestimmung empfinden. Nicht nur in diesem Fall sondern auch bei der Mittelverteilung der Studiengebühren, veränderten Studienbedingungen, der kürzlich erfolgten Änderung der Prüfungsmodalitäten und bei der Neufassung von Zugangsvoraussetzungen in mehren Studiengängen wurde breite studentische Zustimmung vorgegeben, trotz gegenteiliger Äußerungen der Studierendenvertreter_innen. Die Darstellung, die Studierenden seien mit den Zuständen zufrieden, empfinden wir als Frechheit.

Wir fordern echte Mitbestimmung der Studierenden an der Universität, die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft, Beteiligung, bevor Entscheidungen getroffen sind und nicht erst hinterher, und längst überfällige, geeignete Räume für die Studierendenvertretung.

gez. Stefanie Neumann, Paul Hummer, Sophia Lösche (studentische Senator_innen), Lukas Hohendorf, Malte Krüger (Vorsitzende des Studentischen Konvents) und Kristina Kneuer (Vorsitzende des Fachschaftenrats)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.