Drogendealer führt Polizei auf seine Spur

KULMBACH. Kulmbacher Polizisten staunten nicht schlecht, als sie am Montagmittag ein Wohnanwesen wegen eines Einbruchs aufsuchten. Der 59-jährige Bewohner selbst hatte die Beamten verständigt aber offenbar vergessen, dass er rund 450 Gramm Marihuana und über 18.000 Euro Bargeld aus Drogengeschäften in der Wohnung hatte. Jetzt sitzt der Kulmbacher in Untersuchungshaft.

Ein deutlicher Marihuanageruch stieg den Polizisten in die Nase, als die den Einbruch in der Wohnung des 59-Jährigen, im Ortsteil Ziegelhütten, aufnehmen wollten. Was dem Einbrecher zuvor entgangen war, entdeckten Beamten dagegen schnell. Zusammen mit der verständigten Kriminalpolizei Bayreuth durchsuchten sie sämtliche Räume und fanden zahlreiche Plastikbeutel mit verschiedenen Sorten Marihuana. Außerdem hatte der Tatverdächtige die mehreren tausend Euro in verschiedenen Kuverts in einem Schrank versteckt.

Die Polizisten nahmen den Kulmbacher vorläufig fest. Schließlich gestand er, seit mehreren Jahren die Droge selbst angebaut und gewinnbringend verkauft zu haben.

Gegen den Beschuldigten erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth Haftbefehl wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Hinsichtlich der sichergestellten rund 18.000 € wird nach dem Grundsatz „Verbrechen darf sich nicht lohnen“ in der Hauptverhandlung der Verfall beantragt werden, was bei einer entsprechenden gerichtlichen Entscheidung zur Folge haben wird, dass die Verfügungsbefugnis über das Geld auf die Staatskasse übergehen wird.

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