Die FDP ist nicht mehr im Bamberger Stadtrat vertreten

Redaktion

Wie auf der Homepage der CSU zu lesen ist, ist die bislang einzige Vertreterin der FDP im Bamberger Stadtrat zur CSU gewechselt. Auch einen Parteiwechsel hat sie hiermit vollzogen, wie Gabriele Seidl mitteilt, der Austritt aus der FDP erfolgte bereits vor einigen Monaten. Somit verliert die Dreier-Fraktion aus Bamberger Realisten (BR) und FDP die Fraktionsstärke. Die jüngst bekannt gegebenen Umfragewerte, bei denen die FDP mit 3 Prozent nicht mehr im bayerischen Landtag vertreten sein wird, dürften eine Rolle gespielt haben.

CSU-Homepage

Für uns ist das eine sehr gute Nachricht! Die CSU wird noch stärker!“, kommentierte CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Helmut Müller den Wechsel von Stadträtin Gabriele Seidl zur CSU. Die stärkste Fraktion im Bamberger Stadtrat stimmte dem Neuzugang noch in der Fraktionssitzung am Montag ohne Widerspruch zu. Frau Seidl begründet diesen Schritt in einem Schreiben, das wir hier dokumentieren:

Gabriele Seidl

„Der leider viel zu früh verstorbene und geschätzte Stadtratskollege Herr Dr. Franz Pichler hatte mich schon vor einigen Jahren ermuntert, über einen Übertritt nachzudenken. Mein Entschluss ist endgültig in den Weihnachtsferien gereift, wo ich auch einmal die Zeit fand, in Ruhe über mein weiteres politisches Wirken nachzudenken. Ich habe es mir ausbedungen, dies abseits von der alltäglichen Hektik entscheiden zu können. Auch die Alternative zukünftig nicht mehr in der Politik tätig zu sein, stand ernsthaft zur Debatte.

Der Wechsel zur CSU ist kein reiner Wechsel zu einer anderen Stadtratsfraktion, sondern gerade auch ein Bekenntnis zum Parteiprogramm. […] Für mich sind und waren Werte in der Politik wichtig.

Rechtstaatlichkeit und Freiheit und Verantwortung sind tragende Säulen. Dazu gehört jedoch nicht nur immer die Eigenverantwortung zu propagieren, sondern sich auch solidarisch mit Menschen zu zeigen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Dazu gehört nicht etwas zu propagieren, sondern auch es in der Realität umzusetzen. Eine Schaufensterpolitik ohne vernünftige Sacharbeit sowie Beliebigkeit lehne ich kategorisch ab.

Ich habe deshalb einen Aufnahmeantrag in die CSU gestellt und bin als Folge dessen von Herrn Müller gebeten worden, mich zu äußern, ob ich nicht dann ebenso die Fraktion mit unterstützen will.

Mit diesem Wechsel möchte ich ein Zeichen setzen. M.E. ist die Bildung zahlreicher Fraktionen und Einzelkämpfer im Stadtrat, die sich im Wesentlichen eigentlich nicht sehr voneinander unterscheiden, für eine vernünftige Sacharbeit und einen fundierten Willensbildungsprozess nicht unbedingt von Vorteil.

Dabei möchte ich mich mit meinem Wissen aktiv einbringen und damit beitragen, ein positives Image für die Fraktion mit zu befördern und nicht zuletzt die Bamberger davon zu überzeugen, dass die CSU es wert ist, gewählt zu werden, weil sie durchaus ein eigenes Profil hat.

Meinen beiden Fraktionskollegen Micha Bosch und Klaus Stieringer danke ich für die vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit. Es waren gute Jahre in gegenseitigem Einvernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Seidl

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