Stadt Bamberg aktiv im Kampf gegen Korruption

Die Stadt Bamberg hat eine Anti-Korruptionsstelle eingerichtet. Ab sofort wird sich der Anti-Korruptionsbeauftragte, Christian Czoncz, um Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention innerhalb der Stadtverwaltung Bamberg kümmern. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer, Vertragspartner oder auch Beschäftigte der Stadt Bamberg können sich an den Anti-Korruptionsbeauftragten wenden, wenn sie den Verdacht haben, dass bei Vorgängen innerhalb der Stadtverwaltung Bamberg Bestechung, Bestechlichkeit, Vorteilsgewährung oder Vorteilsnahme eine Rolle spielen. Der Anti-Korruptionsbeauftragte wird sich dafür einsetzen, jeden Sachverhalt oder Verdacht zu erhellen, zu bewerten und ggf. in geeigneter Form an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben, ohne dass dabei der oder die Hinweisgebende die Identität offenlegen muss.

Die Anti-Korruptionsstelle der Stadt Bamberg dient der internen Korruptionsbekämpfung und -prävention. Der Anti-Korruptionsbeauftragte soll eine Lücke im System schließen. „Die Lücke besteht darin, dass es Menschen gibt, die Fälle von Korruption in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen kennen, sich aber nicht trauen, dies der Polizei oder Staatsanwaltschaft mitzuteilen. Oft möchten sie anonym bleiben, weil sie Nachteile für sich befürchten. In diesen Fällen kann der Anti-Korruptionsbeauftragte als unabhängiger Ansprechpartner und Kommunikationsmittler zwischen Hinweisgebern und Strafverfolgungsbehörden helfen“, betont Christian Hinterstein, Referent für zentrale Steuerung, Personalwesen und Konversionsmanagement der Stadt Bamberg. Zu den bisherigen Anti-Korruptionsmaßnahmen der Stadt Bamberg zählen eine präventive Informationspolitik mit regelmäßigen Mitarbeiter-Schulungen zum Thema „Korruption und Korruptionsbekämpfung“, das Erlassen einer „Dienstanweisung zum Verbot der Annahme von Belohnungen und Geschenken oder sonstigen Vorteilen“ sowie die Mitarbeiter-Rotation und das Vier-Augen-Prinzip in allen Arbeitsbereichen, die hinsichtlich Korruption besonders gefährdet sind.

Neu dazu kommen im Jahr  2012:

  • Die Einrichtung eines Anti-Korruptionstelefons, das als Anrufbeantworter geschaltet ist. Hier können sich nicht nur Aussteiger/-innen, sondern vielmehr auch Beschäftigte der Stadt Bamberg, Bürgerinnen und Bürger oder Geschäftspartner und Unternehmen melden, wenn sie (anonyme) Hinweise auf mögliche Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsgewährung oder Vorteilsnahme innerhalb der Stadtverwaltung Bamberg geben möchten.
  • Die Einrichtung eines elektronischen Kontaktformulars im Internetauftritt der Stadt Bamberg, das die Mitteilung (anonymer) Hinweise auf mögliche Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsgewährung oder Vorteilsnahme innerhalb der Stadtverwaltung Bamberg ermöglicht.
  • Die Darstellung der Anti-Korruptionsstelle im Internetauftritt der Stadt Bamberg (Bereich: Rathaus & Bürgerservice / Rathaus-Wegweiser).

Kontakt (auch anonym): 
Stadt Bamberg / Personal- und Organisationsamt
Anti-Korruptionsstelle
Christian Czoncz / Anti-Korruptionsbeauftragter 
Heinrichsdamm 1
96047 Bamberg
Tel.: 09 51/87-40 39 (Anrufbeantworter)
Fax: 09 51/87-888 40 39
E-Mail: antikorruptionsstelle@stadt.bamberg.de
Internet: www.bamberg.de

2 Gedanken zu „Stadt Bamberg aktiv im Kampf gegen Korruption

  1. Das ist ja putzig. Ein Anti-Korruptionsbeauftragter aus den Reihen der Rathausangestellten. Fast direkt dem OB unterstellt. Eines wird da jedenfalls sichergestellt: dass nämlich der OB immer als erster alles erfährt. Und auch, dass wir alle nichts wirklich wichtiges erfahren. Und auch, dass Korruption in den Chefetagen des Rathauses (und darum geht es ja auch) ganz bestimmt nur im Hinterzimmer verhandelt wird.
    Eigentlich muss als Anti-Korruptionsbeauftragter ein Außenstehender beauftragt werden, zum Beispiel ein Rechtsanwalt, den man mit etwas Geld und einigen Befugnissen ausstattet, wie zum Beispiel dem Recht, Rathausangestellte zu befragen.

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