Bamberger Enkeltrick-Opfer für mutige Mitarbeit belohnt

V.l.n.r.: Kriminaloberrat Pfahlmann, Frau Schmitt und die Kriminalhauptkommissare Röhner und Wiedemann. Foto: Polizei

BAMBERG. Als Mitte Juli ein angeblicher Neffe anrief und in Geldnöten 34.000 Euro von der „Tante“ forderte, reagierte eine 61-Jährige goldrichtig und blitzschnell. Sie täuschte dem erkannten Betrüger gegenüber Wohlwollen vor und verständigte sofort die Kriminalpolizei. Als er das fingiert zugesagte Geld abholen wollte, warteten dank der mutigen Mitarbeit der Bambergerin bereits Kriminalbeamte auf den falschen Neffen und nahmen ihn fest.

Ein Ermittlungsrichter hatte anschließend auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg Haftbefehl gegen den Mann aus Frankfurt erlassen.

Wegen ihres couragierten Verhaltens, das zur Festsetzung eines Straftäters geführt hat, bedankte sich Bambergs Kripochef Edgar Pfahlmann jetzt bei Frau Schmitt und übergab ihr im Beisein der sachbearbeitenden Kriminalbeamten einen Blumenstrauß sowie eine Anerkennung in Höhe von 50 Euro.

Kriminaloberrat Pfahlmann wies bei dieser lockeren Gesprächsrunde nochmals auf die weit verbreitete Masche dieses Phänomens „Enkeltrick“ in den verschiedensten Variationen hin. Die kontinuierliche Präventionsarbeit von Polizei und Medien führe allerdings auch gehäuft dazu, dass immer mehr betroffene, meist ältere Herrschaften, diesen miesen Machenschaften der Betrüger entsprechend aufmerksam entgegen treten. Erfreulicherweise, wie von Frau Schmitt eindrucksvoll bewiesen, sorgen potentielle Opfer sogar für die Festnahme und anschließende Inhaftierung eines entlarvten „Neffen“.

Auch Frau Schmitt berichtete den Kripobeamten, dass sie über die Medien von dieser Masche erfahren und dabei wertvolle Verhaltenstipps bekommen habe. Deshalb habe sie nach der Alarmierung der Polizei für den Betrüger die arglose „Tante“ gespielt und ihn damit direkt zur eigenen Festnahme gelockt. Abschließend äußerte sich die wichtige Zeugin äußerst angetan vom professionellen Verhalten der Kriminalbeamten bei dieser gelungenen Gemeinschaftsaktion, die im Gegensatz zu den Fernsehkrimis völlig ruhig und besonnen abgelaufen sei.

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