Bamberg nimmt weitere Asylbewerber auf

Stadtspitze empfängt vier Familien aus Serbien und dem Kosovo

Familienzimmer in der Asylbewerberunterkunft

Per Bus sind am Mittwoch Mittag 19 Asylbewerber aus der überfüllten Zentralen Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf nach Bamberg gebracht worden. Oberbürgermeister Andreas Starke und Sozialreferent Ralf Haupt empfingen die vier Familien vor ihrer neuen Unterkunft. Starke sagte: „Die Aufnahme von Asylbewerbern ist eine humanitäre Verpflichtung und gesetzliche Auflage zugleich.“

Untergebracht sind die aus Serbien und dem Kosovo stammenden Asylbewerber – 8 Erwachsene und Kinder/Heranwachsende im Alter von 9 Monaten bis 21 Jahren – im ersten Stock einer städtischen Immobilie in der Ludwigstraße. Die Räume sind nach Einschätzung der Caritas, die die Beratung und Betreuung übernimmt, vorbildhaft. „Ein Kompliment an die Stadt“, sagte Vid Barisic, der bei der Begrüßung dolmetschte. Das Lob gab Oberbürgermeister Starke umgehend an seine Mitarbeiter weiter: „Ich danke dem Sozialreferat und Immobilienmanagement für die rasche und unbürokratische Vorgehensweise. Mir war eine zentrumsnahe Unterbringung wichtig, um den Asylbewerbern und ihren Familien eine Teilhabe am städtischen Leben zu ermöglichen.“ Sozialreferent Haupt ist froh, dass angesichts des zeitlichen Drucks eine gute Lösung gefunden wurde. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Die 183 Quadratmeter große Wohnung mit vier großen Zimmern, kleinem Aufenthaltsraum, Küche, Duschen und WCs ist komplett ausgestattet: Stockbetten, neue Mattratzen und Decken, Schränke, Tisch und Sitzgelegenheiten sowie je Zimmer und Familie ein Kühl-/Gefrierschrank. Die komplett neu eingerichtete Küche verfügt über Doppelspülbecken, zwei E-Herde, zwei Waschmaschinen, einen weiteren Kühl-/Gefrierschrank, Tisch und Stühle. Im Erdgeschoss gibt es weitere Räume zum Wäsche aufhängen und zum Abstellen von Fahrrädern oder Kinderwagen. Ein dritter Raum mit Tiefkühltruhe dient zum Anliefern und Lagern der Lebensmittel.

Die neuen Asylbewerber wurden der Stadt von der Regierung von Oberfranken zugewiesen. Hintergrund für die schnelle Zuweisung, die der Stadt erst Mitte Oktober angekündigt worden war, ist der seit Monaten starke Zustrom neuer Asylbewerber nach Deutschland.

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