DGB wünscht einen guten Ausbildungsstart

Für viele Jugendliche beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Sie beginnen nach der Schulzeit eine Ausbildung.

Mitteilung des DGB

Damit verbunden sind eine ganze Reihe von Fragen: Wie sollte mein Ausbildungsvertrag aussehen? Muss ich als Azubi Überstunden machen? Was soll ich machen, wenn ich nur putzen muss, aber nichts lerne? Kann ich meinen Ausbildungsplatz auch wechseln? Dr. Azubi, der kostenlose Online-Beratungsservice der DGB-Jugend, gibt unter www.drazubi.de Antworten. „Wir wollen Jugendliche dabei unterstützen, gleich zu Beginn der Ausbildung ihre Rechte und Pflichten zu kennen“, sagt Mathias Eckardt, der DGB Regionsvorsitzende. Das Angebot des DGB richtet sich an alle Jugendlichen, die Fragen oder Probleme in ihrer Ausbildung haben. „Ratsuchende können sich anonym und barrierefrei an Dr. Azubi wenden und erhalten zeitnah eine kompetente Antwort“, so Eckardt. Bei speziellen Fragen können sich die Auszubildenden auch direkt an das DGB-Jugendsekretariat Nordbayern wenden und dort weitere Informationen erhalten. Als Orientierung hat Dr. Azubi die häufigsten Fragen in einem Katalog zusammengefasst und beantwortet. Darüber hinaus sind individuelle Fragen willkommen. Von diesem Angebot haben im vergangenen Jahr mehr als 5.000 Jugendliche Gebrauch gemacht.

Trotz guter Zahlen bleibt noch viel zu tun Obwohl es im Bezirk der Arbeitsagentur in diesem Jahr mehr Stellen als Bewerber gibt, ist auf dem Ausbildungsmarkt noch lange nicht alles in Ordnung. Denn nicht ohne Grund sind manche Ausbildungsstellen auch heute noch nicht besetzt.

Das Klagen der Auszubildenden über ganz selbstverständlich angeordnete Überstunden, Nachtarbeit und schlechte Bezahlung, hat insbesondere den Gastronomiebereich einen schweren Imageschaden unter den jungen Menschen zugefügt. Jugendlichen kommt es bei der Berufswahl zunehmend darauf an, welche Zukunftsperspektiven sie einmal haben werden.

Keine Aussicht auf Übernahme nach der Ausbildung oder nur in prekäre Beschäftigungsverhältnisse, schreckt immer mehr Jugendliche von solchen Stellen ab. Das Wehklagen über den Fachkräftemangel und nicht ausbildungsreife Jugendliche hilft da nicht weiter, so der DGB Regionsvorsitzende. Im Bezirk der Arbeitsagentur Bamberg gibt es in diesem Jahr 6,7 Prozent weniger Bewerber als in 2011. Deshalb müssen die Betriebe sich jetzt auch um Auszubildende bemühen, denen früher gar keine Chance eingeräumt wurde. Die „Rosinenpickerei“ muss der Vergangenheit angehören, fordert Eckardt. Wer gute Fachkräfte benötigt, muss sie auch gut ausbilden und anschließend übernehmen.

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