Es gibt sie noch, die einfachen Dinge: Abenteurer oder Piraten?

 Redaktion

Abenteurer oder Piraten? Das fragten sich die Hainbadbesucher Ende August auch. Und sie glaubten ihren Augen nicht: Wagen nun Piraten das Weltkulturerbe zu kapern? Oder sind es Abenteurer, die mit Musik, Gegrilltem und Gaudi einen Ausflug wagten?

Manche fühlten sich beim Anblick der Piraten an „Fluch der Karibik“ erinnert. Andere eher an „Aguirre, der Zorn Gottes“. Erster ein Hollywoodstreifen von 2003 mit dem grandiosen Johnny Depp, der als Captain Jack Sparrow das Piratenschiff Black Pearl zurück in seinen Besitz bringen will und dabei auf Will Turner trifft, der wiederum nach der entführten Elizabeth Swann giert. Zweiter ein deutscher Abenteuerstreifen aus dem Jahre 1972 unter der Regie von Werner Herzog. Der Film schildert eine fiktive Expedition spanischer Konquistadoren im 16. Jahrhundert, die das legendäre Goldland Eldorado im Urwald des Amazonas ausfindig machen wollen. Glänzend in der Hauptrolle des Don Lope de Aguirre Klaus Kinski, der mit einer Mannschaft die Expedition auf einem großen Floß fortsetzt, die jedoch durch vom Ufer her von Indianern abgeschossene Giftpfeile und Nahrungsmangel immer stärker dezimiert wird.

In 2012 sind weder Wutausbrüche noch Tobsuchtsanfälle – für die Kinski ja bekannt ist – noch Giftpfeile verbürgt, auch Cacaoblätter wurden keine gesichtet. Mit diesen sollen die Hochlandindianer während des Drehs den Schauspielern die Strapazen erleichtert haben.

Die Abenteurer, respektive Piraten kühlten ihren Mut mit einem beherzten Sprung in die Regnitz und einem frischen Bier – vom Kapern der Welterbestadt nahmen sie dann auch Abstand.

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