Giftstoffe in Bubble Tea

Auch in Bamberg zieht das Mode-Getränk seine Kreise: Bubble Tea. Beim Chinesen, beim Bäcker, ein eigener Bubble Tea Laden. Bubble Tea, auch bekannt unter dem Namen Pearl Milk Tea, ist ein Getränk auf der Basis von gesüßtem grünem oder schwarzem Tee, das häufig mit Milch und Fruchtsirup versetzt und wie ein Milchshake zubereitet wird. Die Besonderheit dieses Getränks, das mit Trinkhalm getrunken wird, besteht in zugesetzten farbigen Kügelchen aus Tapioka oder einer anderen Speisestärke, bzw. den Popping Bobas, Kügelchen aus Alginat (ein Nebenprodukt bei der Gewinnung von Iod aus Meeresalgen) mit einer flüssigen Füllung, die beim Zerbeißen platzen. Doch Vorsicht! Bislang stand das Produkt wegen des hohen Zuckergehalts und künstlicher Inhaltsstoffe in der Kritik, nun hat das Institut für Hygiene- und Umweltmedizin der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen Giftstoffe, nämlich PCB-ähnliche Stoffe gefunden, berichtet der WDR. Darunter seien neben Allergenen die Stoffe Styrol, Acetophenon und bromierte Verbindungen. Diese Substanzen hätten in Lebensmitteln nichts zu suchen. Wie hoch die Konzentration der Giftspuren ganz genau war, wurde nicht gesagt. Sie stünden im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen oder Allergien auszulösen. Grenzwerte für die Stoffe gibt es nicht, da sie in Lebensmitteln überhaupt verboten sind.

Bubble Tea wird von Ernährungsexperten seit längerem wegen seines hohen Zuckergehalts kritisiert. 0,2 Liter können 300 bis 500 kcal enthalten – so viel wie bei einer kompletten Kinder-Hauptmahlzeit. Zur selben Einschätzung kommt die Techniker Krankenkasse in einer im Mai 2012 veröffentlichten Pressemitteilung. Stiftung Warentest kritisierte, dass Bubble Tea gleich viel Zucker und Koffein enthält wie Cola; bei einem getesteten Produkt enthielt ein 500-ml-Becher mit umgerechnet 30 Stück Würfelzucker sogar noch mehr. Des Weiteren wurde in allen getesteten Produkten Azofarbstoffe und künstliche Aromen nachgewiesen.

Und womöglich weitet sich der Skandal noch aus, wenn es sich bewahrheiten sollte, dass die Kugeln von einem einzigen Großhersteller aus Taiwan stammen, der fast den gesamten deutschen Markt beliefern soll. Das müssen nun weitere Studien über die Inhaltsstoffe zeigen. Doch soweit darf es erst gar nicht kommen. Lebensmittel müssen strenger kontrolliert werden, ehe sie in den Handel geraten.

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