Französischer Nationalfeiertag, Tour de France, Fairness im (Profi-)Sport

Winnie Wenzel

Der französische Nationalfeiertag hätte mich normaler Weise dazu inspiriert, einen Artikel über die Tour de France zu schreiben. Der Ausgang des heutigen Rennens auf dem 13. Teilstück hätte sogar noch besonderen Spaß geboten. Vermutlich hätte ich erörtert, wie man den Träger des Bergtrikots von Marienkäfern unterscheiden kann. (Sie werden es kaum glauben, aber es geht wirklich!)

Hätte, hätte, hätte … Aber ich habe keine Lust, über eine Veranstaltung zu reden, die sich als Sport ausgibt, dabei aber nur aus Beschiss besteht. O.k. das „nur“ nehme ich zurück, die Rennradler vollbringen tagtäglich unvorstellbare Kraftakte, keine Frage. Aber Beschiss bleibt die Sache trotzdem. Beschiss am naiven Fan (gibt’s den überhaupt?) und am Begriff des Sports schlechthin, zu dem für mich das Fairness-Prinzip gehört. Zwingend! (Bin ich blöd? Hoffnungslos weltfremd?)

Im Teletext habe ich beiläufig aufgeschnappt, dass Lance Armstrong nun endlich vor ein ordentliches Gericht muss. Größere Befriedigung kann ich dieser Meldung allerdings nicht abgewinnen, weil ich nicht glauben kann, dass dadurch irgendetwas anders wird. Im Radsport. Zum Fairness-Prinzip in anderen Sportarten – Formel I, Fußball, Leichtathletik, Basketball – in naher Zukunft mehr.

Zum Weiterlesen: „Jahrelange Vertuschung von Fifa-Korruption: IOC prüft, DFL fordert Blatters Kopf“

„Basketball: Alba Berlin erhält Euroleague-Wildcard“. W.W. fragt: Wofür eigentlich genau?

„Trotz Bestechungsskandal: Formel-1-Boss Ecclestone will nicht zurücktreten.“

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