Hütt dommer dröwer lache. Fortuna Düsseldorf darf feiern

Winnie Wenzel

Karneval. Foto: w.r. wagner-pixelio.de

(Ein Kommentar speziell für Philipp! Inwieweit sich sonst jemand in Bamberg für dieses Fußball-Kuriosum interessieren könnte, ist mir eigentlich schleierhaft.)

Das DFB-Bundesgericht entschied gestern nach langer Verhandlung zugunsten der Fortuna (Do bess de platt! Motto 2009), indem es den Einspruch von Hertha BSC Berlin gegen die Wertung des kurios verlaufenen Relegationsspiels in Düsseldorf zurückwies. Somit bestätigt der DFB im Nachhinein das Motto des diesjährigen Düsseldorfer Rosenmontagszuges. Den Berlinern signalisierten sie: Mer kann och alles öwerdriewe! (2006) Damit ziehen die Rheinländer nach 15 Jahren (Dat mer dat noch erläwe dürfe! 1989) wieder ins Oberhaus des deutschen Fußballs ein: Mer jubiliere on fiere! (2000) Die Berliner hatten dort nur ein kurzes einjähriges Gastspiel gegeben, aber Wat kütt, dat kütt! (2004). Die Entscheidung des DFB ist insbesondere unter karnevalistischen Gesichtspunkten zu begrüßen. Dass Fußball und Karneval (Kanneball?) eng verbunden sind, demonstriert schon der Kult um die Zahl 11, der hier wie dort getrieben und manchmal leider auch übertrieben wird. Wer die besten Büttenredner hat, ist noch nicht abschließend ermittelt – nach Otto Rehhagels Auftritt vor dem Sportgericht hat es allerdings den Anschein, als neige sich die Waage zugunsten der Fußball-Fraktion. Jedenfalls ist die schmerzliche Lücke, die Kölns Abstieg in die Narren- und Jeckenfraktion der Bundesliga gerissen hat, jetzt wieder einigermaßen geschlossen. Obwohl man das Hertha BSC im Grunde auch zugetraut hätte.

So rufen wir den Berlinern zu: Lott d’r Mot net senke! (Motto 1983) und M’r moss och jönne könne! (1982), den Düsseldorfern gilt aber ein herzliches Willkommen – Dat schlucke mer och noch! (1997)

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