Das aktuelle Sportstenogramm

Winnie Wenzel

Fußball

Alle Medien vermelden: Bayern München in Schockstarre. Das ist offensichtlich eine neue Seuche im Sport; wenn man verliert, ist man nicht nur einfach wie früher der Depp, man kriegt auch noch eine Schockstarre. Wir Bamberger kennen das Phänomen nur zu gut. Nach der Auftakt-Niederlage gegen die Telekom Baskets aus Bonn grassierte zwischen Coburg und Forchheim sofort eine brutale Schockstarre. Aber dann entdeckten führende Wissenschaftler der Otto-Friedrich-Universität ein Gegenmittel: Maibock!

In Portugal gewinnt 73 Jahre nach seinem ersten Titel der Traditionsclub Académica de Coimbra den Pokal. Die portugiesische Kolonie in Gaustadt gratuliert ganz herzlich. Die Redaktion der Bamberger Onlinezeitung schließt sich an.

Ähnliche Überraschungen im französischen Fußball. Dort wird der HSC Montpellier zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte französischer Meister. Mit einem 2:1 beim Absteiger AJ Auxerre verteidigten die Südfranzosen ihren Vorsprung auf Paris Saint-Germain. Neben dem Tabellenzweiten Paris Saint-Germain zieht auch noch Vorjahresmeister OSC Lille in die nächste Champions League ein.

Eishockey

Mit einem standesgemäßen 6:2 über Außenseiter Slowakei holte Russland den 26. Weltmeister-Titel.

Boxen

Nach 29 Siegen in Serie verliert Susianna Kentikian ihre drei Weltmeistertitel an die Amerikanerin Melissa McMorrow in zehn Runden nach Punkten (94:96, 94:96, 95:95). Sie selbst sieht sich als Siegerin und fordert ein Rematch.

Basketball

Nach Bamberg startete auch Ulm mit einem Heimsieg in die Playoff-Serie (77:65) gegen Würzburg. Das Spiel stand unterwegs wesentlich enger, als es das Schlussergebnis ausdrückt, wobei der Verlauf kurios war. Nach einem prächtigen Start führten die Hausherren zu Beginn des zweiten Viertels bereits mit 21 Punkten (33:12), mussten dann aber einen 19:0-Lauf der Gäste hinnehmen, worauf sich beide Teams in der Folge weitgehend ebenbürtig zeigten. Erst in den Schlussminuten konnte sich Ulm wieder absetzen. Bester Werfer der Heimmannschaft war Per Günther mit 16 Treffern. Bei Würzburg scorte Chris Kamer 22mal.

Pferdesport

Nisse Lüneburg gewinnt auf Wallach Calle Cool das 83. deutsche Spring-Derby in Hamburg und damit erstmals das Blaue Band. Er setzte sich im Stechen gegen Torben Köhlbrandt auf C-Trenton Z durch. Während Köhlbrandt, der schon im Vorjahr Zweiter geworden war, einen Abwurf hatte, musste Lüneburg nur einen Zeit-Strafpunkt hinnehmen.

Handball

Die SG Flensburg-Handewitt steht nach ihrem Auswärtssieg beim Titelverteidiger VfL Gummersbach (34:33) kurz vor dem Gesamtsieg im Europapokal der Pokalgewinner. Der Siegtreffer fiel in der letzten Spielminute durch Lasse Svan Hansen. Bester Flensburger Werfer war Anders Eggert mit elf Torerfolgen, beim VfL gefiel Adrian Pfahl mit neun Treffern.

Golf

Die Matchplay-Championship im spanischen Casares holte sich überraschend der Belgier Nicolas Colsaerts. Allerdings konnte er sein Preisgeld von € 700.000,- erst am letzten Loch gegen Graeme McDowell aus Nordirland, den Gewinner der US-Open von 2010, sicher machen. (Wie passt jetzt der Spruch vom Auf-dem-letzten-Loch-pfeifen? Ich glaube: überhaupt nicht!) Der deutsche Vorzeigeprofi Martin Kaymer war bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Leichtathletik

Sosthene Moguenara erfüllte beim 13. Springer-Meeting im niedersächsischen Garbsen als erste deutsche Weitspringerin die Olympia-Norm. Sie entschied die Konkurrenz mit einem Satz über 6,76 m für sich.

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