Dann gab es gestern auch noch so ein Relegationsspiel im Fußball

Winnie Wenzel

Den fränkischen Fußballfan plagen derzeit wirklich andere Sorgen: ob der Club nächstes Jahr Meister wird und die Kleeblätter Pokalsieger – oder umgekehrt? Ganz schlecht wäre es wahrscheinlich, wenn die Fürther Meisterschale und Pokal holen würden. Das brächte nur Neid und böses Blut. Außerdem würden dann Waltraud und Mariechen völlig ausflippen. Aber auch ein Double der Nürnberger wäre problematisch, das hielte die Fürther Seele nicht aus, um die es aus Bamberger Sicht irgendwie schade wäre. Wie man’s auch dreht und wendet, die neue Bundesliga-Saison wird schwierig …

Da schnappt man nur so am Rande auf, dass sich gestern in Berlin zwei alte Damen – eine gewisse Hertha und eine gewisse Fortuna – viel Kampf und Krampf geliefert haben, wobei sich schließlich diese, wahrscheinlich hauptsächlich wegen ihres Namens, als die glücklichere mit 1:2 vom Rasen machen durfte. Nomen est omen und gegen eine Fortuna ist da einfach nichts zu machen. Das musste auch der Berliner Trainer Otto Rehagel, der (laut Kommentator Mehmet Scholl) „alles über den Fußball weiß, weil er ihn vermutlich erfunden hat“, zugeben, so dass er nach anfänglicher Führung seiner Mannschaft deren Abwehr anwies, bei Einzelvorstößen des Gegners nicht einzugreifen und die endgültige Entscheidung mittels eines Eigentors zu erzwingen.

Ob es sich lohnt, über das Rückspiel auch noch zu berichten?

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