Das Fahrrad – Dornröschen der Stadtpolitik

Ein Beitrag von Wolfgang Bönig

„Einen gemeinsamen Beschluss gab es zur Gründung auch: Zukünftig soll eine eigene Internetseite unter der Adresse www.fahrradforum.bamberg.de zu allen Belangen rund um das Thema Radverkehr informieren“, schließt der undatierte und bislang einzige Texteintrag eben dieser Seite, verfasst vor rund zweieinhalb Jahren. Die herunterladbaren Dokumente sind ebenso alt.

Nachdem das Fahrradforum schon viele Monate benötigt hatte, um nach Ankündigung zum Leben zu erwachen, führt es dieses offenbar auf Sparflamme:

  • inklusive Gründungsveranstaltung bislang fünf Sitzungen, im Schnitt eine nach siebeneinhalb Monaten;
  • die letzte Sitzung ist nicht einmal nachrichtlich auf der Internetseite erwähnt;
  • Informationen über die Inhalte der der Gründung folgenden Treffen – Fehlanzeige!

Sähe man es nicht allgegenwärtig an der städtischen Verkehrslenkung, läse man es hier ab: Der Stellenwert des Fahrrads als Verkehrsmittel liegt in der Einschätzung der politisch und verwaltungstechnisch verantwortlichen Entscheidungsträger/innen auf allerunterstem Niveau. Die gegenteiligen Lippenbekenntnisse sind das Papier nicht wert, auf dem sie verbreitet werden.

Der Vollständigkeit halber: Den anderen Verkehrsmitteln des Umweltverbunds geht es keinen Deut besser. Und von ihrer Vernetzung, so dass sie ihre Stärken intelligent kombinieren könnten, ist ohnehin keine Rede.

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