Der Bayerische Landtag räumt auf

Redaktion

Der Gobelin von Prof. Hermann Kaspar. Foto: Rolf Poss, © Bildarchiv Bayerischer Landtag

In den Ferien wird das Maximilianeum in seinen Originalzustand von 1874 versetzt. Dabei wagt man das Unvorstellbare:

Dieser Vorhang, der ja sozusagen Jahre ein Aushängeschild des Parlaments gewesen ist, hat sich jetzt im Laufe der Zeit herausgestellt, dass der Künstler eine nicht gerade sehr gute Vergangenheit oder Rolle gespielt hat während des Nationalsozialismus und da war man, nach langen Diskussionen, der Auffassung gewesen, dass man sich, was das Ansehen des Parlamentes anbelangt, davon trennen sollte.“ (Barbara Stamm, Landtagspräsidentin)

Die nicht sehr gute Vergangenheit“ des Künstlers, es handelt sich um Hermann Kaspar, hat sehr viel Ähnlichkeit mit der des Bamberger Malers Fritz Bayerlein.

In München handelt man nun endlich: „… ein monumentaler Wandteppich mit dem Bayerischen Staatswappen und den Wappen der bayerischen Bezirkshauptstädte … jetzt muss er weg“, sagt Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

Laut dem Bericht des BR hat es im Bayerischen Landtag wohl ähnliche Debatten wie im Bamberger Stadtrat gegeben, doch in München traute man sich. So weit sind wir in Bamberg noch nicht. Vielleicht folgt ja nun die Bamberger CSU-Fraktion dem Vorbild der Bayerischen Landesregierung und der Landtagsmehrheit (CSU) und hängt die Bilder des Bamberger Künstlers mit der Begründung ab, dass auch dieser „… eine nicht gerade sehr gute Vergangenheit oder Rolle gespielt hat während des Nationalsozialismus“, um das „Ansehen des (Stadt-)Parlaments“ nicht zu beschädigen.


Bayerlein-Bilder im Sitzungssaal des Rathauses – Wissenswertes zu dieser Kunst und ihren Voraussetzungen

 

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